Weil Politik und Wirtschaft die Folgen der Finanzkrise bagatellisieren, hat "Pegida" diesen Erfolg

Zum Artikel "Kein Rezept zu 'Pegida'" vom 17. Dezember 2014 über die Anti-Islam-Bewegung erreichte uns dieser Brief:

Hier fängt etwas langsam an zu eskalieren, was irgendwann eskalieren musste. Logischerweise dort, wo die Wut über die "Machenschaften der Politik und Finanzen" - historisch be-dingt - schneller wächst als in anderen Bundesländern. Nur vordergründig scheinen die Hauptursache das Abendland und der Islam zu sein. Was aber die Politik gerne hätte!

Es war auch nicht nur der seit langem zu erwartende Flüchtlingsstrom. Das war nur die Zündschnur. Den wahren Hintergrund, die Hauptursache, sollte man im Jahre 2008, in dem Erdrutsch der Finanzen und dessen bagatellisierte Folgen suchen. Es war ganz einfach die Gier der Zocker und Banken, die diesen Erdrutsch auslöste. Um einen totalen Zusammenbruch der Weltwirtschaft zu verhindern, musste auch noch der kleine Mann die Quittung in mehr als Hundert-Milliarden-Höhe für dieses Verbrechen bezahlen. Als "Dankeschön" dafür ging die Zockerei der "Ackermänner" schamlos weiter.

Vereinzelte öffentliche Proteste an der Wallstreet, in London und Frankfurt wurden einfach niedergeknüppelt. Das war fataler Vertrauensbruch der Politik mit dem Bürger. Diese schreckliche Ungerechtigkeit hat der kleine Bürger nicht vergessen! Die Arm-Reich-Schere ging noch weiter auseinander. Es verstand keiner mehr - auch nicht der "gute Islam" -, dass die Gerechtigkeit unseres hochgelobten, demokratischen Rechtsstaates kein Regelwerk fand, um dieses Verbrechen hart zu bestrafen. Zudem gaben sich Lug, Betrug und Korruptionsskandale in Politik und Wirtschaft täglich die Hand, und im Schatten dieser Untaten nahm auch die Ausbeutung der Erde durch gewinnsüchtige Konzerne fatale Ausmaße an.

Ganze Völker müssen bis über die Schmerzgrenze hinaus sparen! Wofür? Wieder für die Gier und Korruption der Konzerne, Banken und Investoren, die gestohlenes Volksvermögen in kaum vorstellbarem Ausmaß auf Konten in Steueroasen horten. Unglaubliche 20 Billionen Euro mindestens! Jedes Jahr kommt allein aus der EU 1 Billion Euro hinzu! Das ist bereits ein Drittel des Weltvermögens - Geld, das dringend gebraucht würde, für Millionen arbeitslose Jugendliche, Migranten und Alleingelassene, für Präventivmaßnahmen zur Förderung der Familien-, Jugend- und Sozialarbeit etc. Und: für die Finanzierung der Flüchtlingsströme, für Integrationsaufgaben und Schaffung menschengerechter Unterkünfte.

Damit ist das Maß voll und die Geduld zu Ende! Dies ist die Ursache der Demo. Die Wut der Bevölkerung steigert sich gefährlich, weil es absehbar ist, dass der kleine Bürger auch noch für diesen und die zukünftigen Flüchtlingsströme zahlen muss - mit seinen monatlich pünktlich zu zahlenden Lohnsteuern.

Um Schlimmeres zu verhindern, sind unsere Politiker jetzt extrem gefordert. Holt unser gestohlenes Geld ganz schnell aus den Steueroasen zurück. Friedlich, wenn's geht!

Und als nächsten Schritt stellt die Unternehmen öffentlich an den Internet-Pranger, die mit der Verletzung von Menschenrechten, Umweltverschmutzung, Landgrabbing, Korruption und der Herstellung völkerrechtswidriger Waffen immer noch riesige Gewinne machen und diese ebenfalls - steuerfrei natürlich - in Steueroasen transferieren!

Sie sind seit langem bekannt: www.facing-finance.org/de/. Lasst euch nicht erpressen mit dem zynischen Argument "Dann vernichten wir Arbeitsplätze"! Es wird genügend vernünftige Menschen geben, die sich ans Ruder setzen und das Schiff weitersteuern. Wie hieß der Eid? "Zum Wohle des Volkes". Viel Erfolg.

Werner Reichel92637 Weiden
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