Wellenforscher

Weltraum-Forscher spürten schon ferne Galaxien auf. Sie entdeckten riesige Planeten und kleine Himmelskörper. Nun haben sie sich wieder etwas Spannendes vorgenommen: Sie wollen im All besondere Signale entdecken. Sie heißen Gravitations-Wellen. Sie sind wie unsichtbare Wellen im All.

Satelliten sollen sie aufspüren - und zwar mit einer ausgefuchsten Technik: "Die Satelliten nehmen mehrere kleine Würfel mit ins All", erklärt ein Forscher. Sie sind etwa so groß wie Zauberwürfel.

Weit von der Erde entfernt lassen sie diese Würfel los. Dort im All werden sie nicht mehr von der Erde angezogen. So schweben sie auf der Stelle. "Man kann sich die Würfel etwa wie Boote auf einem ruhigen See vorstellen", sagt der Wissenschaftler.

Wie in einem Boot

Kommt nun eine Gravitations-Welle an, beginnen die Würfel zu schwanken - so ähnlich wie Boote bei einer Welle. Diese Bewegung messen die Würfel. Sie senden die Info darüber zu Forschern auf der Erde. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie mit dieser Technik Gravitations-Wellen tatsächlich aufspüren - und so auch mehr darüber verstehen, was in unserem Universum so vor sich geht.

Erst ausprobieren

Ganz sicher allerdings, ob das alles klappt, sind sich die Forscher aber noch nicht. Deshalb schicken sie erst einmal einen Test-Satelliten ins All. Er heißt Lisa Pathfinder. Das Wort ist englisch und heißt Pfadfinder. Wissenschaftler stellten diesen Satelliten am Dienstag vor.

Ende November wird Lisa Pathfinder von einer Rakete hoch ins All gebracht. An Bord hat der Satellit zwei der Würfel und viele andere Geräte. Drei Monate wird ausprobiert, ob die Idee funktioniert. Jahre später sollen dann andere Satelliten los ins All. (dpa)
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