Weniger als ein Prozent der Wildschweine strahlenbelastet

Zum Bericht "Verstrahlte Wildsäue":

Wem dient die Stimmungsmache? Ein kommentarloser dpa-Bericht, in dem nur die Zahl der zu hoch belasteten Wildschweine genannt wurde, aber nicht die absolute Zahl der gemessenen Schweine, muss beim Jagdlaien, also beim Verbraucher, ein unangenehmes Gefühl hinterlassen.

Die Folge ist, dass er sich vom Wildschweinfleischkonsum ganz und auch vom Verzehr übrigen Wildes zurückzieht.

Unsere Erfahrungen mit der Becquerel-Messung hier in der Oberpfalz sprechen eine andere Sprache: In der Messstation in Pfreimd erhielten wir Oberpfälzer Jäger folgende Messwerte: 2014 bei 118 Schweinen 2 Überschreitungen, d.h. mehr als 500 Becquerel. 2013 bei 147 erlegten Wildschweinen waren es 2, 2012 bei 144 ebenfalls 2, 2011 bei 87 Wildschweinen überschritt keine einzige den Grenzwert. Wir Jäger sind selbst daran interessiert, zu wissen, was wir essen. Die zu hoch gemessenen Schweine werden aus dem Verkehr gezogen.

Von Oberpfälzer Jägern, die ihre Sauen messen lassen, kann jeder guten Gewissens, ohne Schaden zu nehmen, das sehr schmackhafte und biologisch einwandfreie, von Kennern sehr geschätzte Wildschweinfleisch kaufen. Warum also, frage ich mich, wurde diese dpa-Meldung in dieser Form gedruckt?

Dr. Hans Höllein 92253 Schnaittenbach

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