Wer in der Geisterbahn arbeitet, braucht vor allem gute Schminke
Tim, der Wies'n-Schreck

Tim Börschel muss so aussehen. Er ist Erschrecker im "Geisterschloss" auf dem Oktoberfest in München. Bild: dpa
Vermischtes DE/WELT
Deutschland und die Welt
01.10.2013
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Tim Börschel erscheint einem ganz schön furchterregend. Er ist voller Blut. Seine linke Gesichtshälfte sieht ziemlich eklig aus und seine Zähne sind gammelig. Doch der 36-Jährige muss so aussehen. Er ist Erschrecker im "Geisterschloss" auf dem Oktoberfest in München.

Hier gilt: je unheimlicher, desto besser. Wenn Besucher durch die dunkle Geisterbahn kommen, stürzt Tim Börschel sich auf ihren Waggon. Er brüllt, heult oder lacht ganz schauderhaft.

Schreien als Applaus

Seine Freundin Yvonne Höllerer hilft ihm. Sie hat sich blaue und rote Adern ins Gesicht gemalt und sieht auch sehr geisterhaft aus. "Wenn man die Leute zum Schreien kriegt, ist das für uns wie Applaus", sagt Tim Börschel.

Damit die Leute sich erschrecken, müssen sich beide erst mal schminken. Manchmal dauert es zwei Stunden, bis der 36-Jährige sich verwandelt hat. An den Kopf klebt er sich eine Gummimaske mit Wunden. Seine Zähne bepinselt er mit braun-gelber Spezialfarbe. In die Augen kommen besondere Kontaktlinsen. Damit sehen die Pupillen weiß und gruselig aus. Zum Schluss streicht er sich noch dunkelrote Farbe ins Gesicht.

Vorsicht, Kinder!

Weil beide so furchterregend aussehen, führen sie regelmäßig auch eine Gruselshow vor dem Geisterschloss auf. Dabei passt Tim Börschel aber auf, dass vor allem kleine Zuschauer nicht zu viel Angst bekommen. "Wir sind extra liebe Geister bei Kindern", verspricht er. (dpa)
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