Wer kocht, kann Inhaltsstoffe nennen
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Allergene auf dem Speiseplan vom 6. Februar erreichte uns folgende Zuschrift:

Ist Gesundheit teilbar? Diese Frage stellte schon im letzten Jahr der Dehoga-Vorsitzende Josef Auerbach dem MdB Holmeier. Im Vorwort der Bundeskanzlerin des Ratgebers "Verbraucherschutz kompakt" heißt es da: "Die Bundesregierung unterstützt faires Verhalten in Wirtschaft und Handel. Und wir stärken die Rechte des Kunden." Ist es fair, auf der einen Seite die gewerblichen Betreiber bei Verbraucherschutzgesetzen zu verpflichten, gewisse Auflagen zu erfüllen und auf der anderen Seite "Private Anbieter", Vereine oder "Wohltätigkeitsorganisationen" davon auszunehmen? Soll der Allergiker nun informiert und dadurch geschützt werden oder soll er es nicht?

Gastronomische Leistungen werden heutzutage überall und von Jedem erbracht. Soll ja auch so sein. Nur die Rahmenbedingungen müssen die gleichen sein. Der Staat hat die Aufgabe dies zu überwachen und wenn nötig einzugreifen. Doch was tut man hier wieder einmal? Die einen kriegen die Vorschriften und die Anderen nimmt man davon aus. Aber neu ist das nicht! Bei diesen Arten der Gastronomie spricht man ja auch nicht von Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, Arbeitsschutzbedingungen, Mindestlöhnen und so weiter.

Ich bin der Meinung, dass diese Kennzeichnungspflicht der Allergene für den Allergiker gar nichts bringt, denn verlassen sollte er sich darauf nicht. Wir haben Küchen und keine Labore. Da arbeiten Menschen und keine Maschinen. Da wird die eine oder andere Vermischung nicht auszuschließen sein. Nur die konkrete Nachfrage beim dem, der tatsächlich hier und heute gekocht hat, wird ihm die größte mögliche Sicherheit bringen. Und der Staat sollte sich mehr Gedanken machen, warum wir immer mehr Allergiker haben. An der Wurzel wird man das Problem am besten beseitigen können. Ganz bestimmt nicht, wenn man Warnhinweise auf Speisekarten anbringen lässt.

Robert DrechselWeiden

Plädoyer für ein blühendes Weiden

Zum Thema Prüfbericht und Personaleinsparung bei der Stadtverwaltung Weiden schreibt die ehemalige Bürgermeisterin:

Seit Jahrzehnten pflegt unsere Stadtgärtnerei die städtischen Anlagen und Plätze mit viel Fachwissen und viel Liebe. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher unserer Stadt erfreuen sich an dem herrlichen Anblick der gepflegten Anlagen, die doch so wichtig sind für die Erholung der Bürger, der Senioren und den Tourismus.

Für Weiden sind die Leistungen unserer Stadtgärtnerei ein Aushängeschild. Wenn diese bunte Blumenpracht einigen wenigen Prüfern, denen die Verhältnisse der Stadt Weiden unbekannt sind, nicht gefällt, dann sollten sie sich einfach nicht damit befassen, aber die Leistungen der eifrigen Gärtnerinnen und Gärtner nicht schlecht schreiben. Es muss ein Tiefschlag für unsere engagierten städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, wenn ihre Leistungen derart herabgewürdigt werden und sie für den schlechten finanziellen Zustand der Stadt Weiden verantwortlich gemacht werden.

Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen der Stadt hinter unserer Gärtnerei stehen - aber nicht um sich zu verstecken, sondern weil Maß und Ziel in Entscheidungen noch nie geschadet hat.

Elisabeth KrausWeiden

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