Wer nicht wählt, ist selber schuld

Zur Alternative für Deutschland:

Wenn man sich die Vorbereitung zur Europawahl betrachtet, muss man schon feststellen, dass es beileibe nicht mehr lustig ist, nein es ist schon beängstigend: Die Szene wird von populistischen Parolen beherrscht. Jetzt kommen auch noch die Republikaner aus den Schützengräben. Es reicht schon, die Wahlplakate der AfD zu ertragen, in jedem Dorf wurden sie platziert.

Schlagzeilen, nichts als Schlagzeilen, das kann man doch wirklich nicht für ernst nehmen, bei all den Rechtfertigungsversuchen der letzten Tage. Auch aus Weiden, denn da gibt's ja auch eine Gruppe, vermutlich hat da jeder seinen Vorstandsposten. Angriffe gegen Europa, gegen den Euro, gegen Griechenland, gegen Brüssel (Berlin pariert), für Volksentscheide wie in der Schweiz (höchst fragwürdig) u.a. Man fragt sich nur, woher das viele Geld für die Wahlwerbung kommt, ohne den Euro wäre ihnen dies sicher nicht möglich gewesen! Die Farbe der Plakate weckt ohnehin unangenehme Erinnerungen. Das Stehaufmännchen Henkel kann man so wie so nicht mehr für voll nehmen, der lässt sich rumschubsen und gibt trotzdem noch kräftig Geld und Darlehen. Und was machen unsere Volksparteien: Sie verschlafen die Entwicklung völlig, schauen zu, schwingen sich auf zu nichtssagenden Parolen wie starkes Bayern, besseres Europa u. a. und versuchen, am rechten Rand abzufischen. Nur die saarländische Ministerpräsidentin traut sich, Klartext zu reden.

Die Wahlbeteiligung lässt ohnehin Schlimmes befürchten. Man kann ja kritisieren, aber es ist wie bei der Demokratie: Es gibt nichts besseres als Europa und die Völkerverständigung, wie die vielen Weidener Städtepartnerschaften sehr eindrucksvoll beweisen. Wer nicht wählt, ist selber schuld.

Wolfgang Lindner, 92637 Weiden
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