Windenergie bringt Schäden
Briefe an die Redaktion

Zum Artikel "Viel Turbulenzen um geplanten Windpark" vom 26. Mai.

Ihr Bericht über die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Kohlberg endet mit der Aussage eines Teilnehmers, durch Windkraftanlagen werde etwas für die Umwelt getan.

Ist es nicht eher so, dass der Umwelt etwas angetan wird,

- wenn für den Sockel eines einzigen Windrads bis zu 1800 Tonnen Beton verbaut werden,

- wenn für die Errichtung von Windrädern und die erforderlichen Zufahrtswege häufig Wald gerodet werden muss, was zu Erosion und zur Beeinträchtigung, zum Teil sogar Vernichtung des Habitats von Tieren und Pflanzen führen kann,

- wenn den Rotorblättern von Windrädern Vögel und Fledermäuse zum Opfer fallen,

- wenn Windräder den Charakter der Landschaft entstellen,

- wenn also die Natur und mit ihr unsere Heimat zerstört wird?

Dazu kommen Gefahren für die Gesundheit der Anwohner von Windparks. Sie sind nicht nur dem wummernden Betriebsgeräusch, dem Schlagschatten und den vor allem nachts störenden Blinklichtern ausgesetzt, sondern auch dem Infraschall, der keineswegs harmlos ist, nur weil man ihn nicht hören kann. Nicht umsonst ist in Nordamerika das Wind-Turbine-Syndrome längst ein in der Medizin anerkanntes Krankheitsbild.

Wie kann man also sagen, Windenergie hinterlasse keine Schäden?

Und ganz nebenbei wäre zu fragen, ob es aufgrund der auf der Veranstaltung deutlich hervorgetretenen Meinungsunterschiede innerhalb der Gemeinde Kohlberg von sensibler Berichterstattung zeugt, ausgerechnet zwei Befürwortern des Windparks durch Zitate das letzte Wort zu lassen.

Rosemarie Greiner-Ruda92545 Niedermurach

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