Wo bleibt der Tierschutz?

Zum Artikel "Kein Jagen ohne Papa" vom 28. November 2014:

Ich finde es eine Unerhörtheit, dass Minderjährige mit großkalibrigen Waffen überhaupt hantieren dürfen. Desweiteren hört sich ja der Artikel wunderschön an, aber ist leider nicht immer Realität.

Ich besitze zwei Rauhaardackel und bin jeden Tag auf Störnsteiner Waldwegen unterwegs. Schon einige Male habe ich verendete Rehe gefunden, die vom Fuchs bereits angefressen waren. Dies waren bestimmt keine Blattschüsse und vielleicht mangels Hund keine Fangschusserlösung.

Den Höhepunkt zeigte mir jedoch vor einer Woche ein bekannter Jäger in allen Details mit seinem I-Phone, der von betuchter Gesellschaft zu einer Drückjagd eingeladen war. Nach Anfahrt der Kühltransporter, Aufstellung der Jäger und Hundemeute begann nach Anblasen die große Kesselschlacht. Es wurde gefeuert auf alles, was sich bewegte, und am Ende stolz die Strecke aufgebahrt. 32 Rehe, 28 Sauen, ein Traum.

Doch man muss doch sehen, dass das Wild, gehetzt von Hunden und Treibern, um sein Leben rennt, und mir kann keiner erzählen, dass die Jäger genauso schießen wie Old Shatterhand und Winnetou mit ihren Silberbüchsen und Henry Stutzen. Ich bin sicher, 2/3 dieser Strecke war nur angeschossen und wartete erbärmlich auf den Fangschuss oder verendete fürchterlich erst nach einiger Zeit an den schweren Schussverletzungen. Wo ist hier der Tierschutz?

Hans Holfeuer, 92721 Störnstein
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