Wo sind bloß die Wale?

Für seine Arbeit fliegt Jens Koblitz manchmal mit einem Hubschrauber über das Meer. Er ist Forscher. Vor Kurzem war er auf der Insel Grönland unterwegs. Dort wollte er herausfinden, wo in der Gegend Wale herumschwimmen.

Bitterkalt wehte der Wind über das Eis. Jens Koblitz und seine Kollegen flogen trotzdem hinaus - mit dem Hubschrauber über das Meer vor der Insel Grönland. Grönland befindet sich ganz im Norden unserer Erde. Dort ist es sehr kalt, überall liegen Eis und Schnee.

Selbst im Meer treiben eine Menge Eisbrocken. Doch nicht nur die sind dort zu finden - sondern auch Wale. Genau diese spürten die Forscher auf. Sie wollen nämlich herausfinden, wo in dieser Gegend genau welcher Wal herumschwimmt.

Drei Wochen lang ging es jeden Tag hinaus. Vom Hubschrauber aus hielten die Forscher nach Walen Ausschau. "Wenn wir welche gesehen haben, sind wir schnell auf dem Eis gelandet", erzählt Jens Koblitz.

Mikrofone im Meer

Am Rand einer riesigen Eis-Platte packten die Forscher ihre besonderen Geräte aus wie Mikrofone. Diese hängten sie ins Meer und warteten. So lange, bis die Wale, die wieder auftauchten. Und sie passten auf, dass kein Eisbär zu nahekommt! Die Raubtiere können sehr gefährlich werden. Zeigten sich die Wale in der Nähe, bestimmten die Forscher den Ort, an dem sie sich befanden. Dann nahmen sie die Rufe der Wale auf. Wale senden besondere Laute aus, die andere Wale hören können - wir Menschen hingegen oft nicht.

Darum jagten Jens Koblitz und seine Kollegen ihre Aufnahmen später durch ein besonderes Computer-Programm. Mit diesem Programm können sie die Wal-Laute erkennen. Einem Bären sind die Forscher übrigens nicht begegnet. "Wir haben nur Spuren im Schnee gesehen", sagt er. Obwohl Jens Koblitz Eisbären mag, war er darüber doch froh.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kinderseite (7289)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.