Wo soll Strom herkommen?

Zur Energiewende:

In NT und AZ wird gegen "die Landschaft verschandelnde" Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen polemisiert. Wo soll der Strom herkommen, wenn weder Windkraftanlagen noch Strom-Fernleitungen den "Landschaftsschützern" und protestierenden Bürgern genehm sind? Wasserkraftwerke können in Bayern in Zukunft kaum mehr als 20 Prozent des Stroms erzeugen, und die fünf Atomkraftwerke werden bis 2021 abgeschaltet. Leider traut sich kaum ein Politiker, vom Energiesparen zu reden. Es könnte ja die dauerfernsehenden und SUV fahrenden Wähler verprellen! Mittlerweile ist unbestritten: Wegen des fast unverminderten CO2-Ausstoßes steigt die globale Temperatur an. Dadurch trocknen immer mehr Landschaften aus und werden unfruchtbar, was fast notwendigerweise zu Kriegen und, wie wir gegenwärtig schon erleben, zu großen Fluchtbewegungen führt. Dazu kommt der durch die Eisschmelze in Grönland und in der Antarktis steigende Meeresspiegel. Viele Inselstaaten werden buchstäblich untergehen.

Um diese Horrorvisionen nicht Wirklichkeit werden zu lassen, müssen wir unsere Energie verschwendende Lebensweise ändern und unser ganzes Wirtschaften auf nachhaltige Energien umstellen. Die Techniken zur Nutzung von Sonne, Wind und Wasser, zum Beispiel durch Gezeitenkraftwerke, ist vorhanden. Ein Warten auf zukünftige "Energielösungen" wie die schon seit 60 Jahren (!) für die nächsten 20 Jahre angekündigte kontrollierte Kernfusion wäre unverantwortlich.

Dr. Hans-Martin Thieringer92245 Kümmersbruck
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