Wohin mit dem Herbstlaub - Tipps für Gartenbesitzer
Der Blätterflut Herr werden

(dpa/tmn) So schön bunt gefärbte Laubbäume sind, zum natürlichen Prozess gehört auch, dass sie ihre Blätter abwerfen. In der Mülltonne ist dafür nur begrenzt Platz und auch die Kapazität vieler Komposte ist begrenzt. Ein paar Tipps für Hobbygärtner, wie sie der Blätterflut Herr werden:

Liegenlassen: Laub auf dem Boden des Staudenbeetes schützt die Pflanzen vor Frost und vor dem Verdursten an sonnigen Wintertagen. Daher rät der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, das Laub größtenteils liegenzulassen. Bis zum Frühjahr verrotten die Blätter dort und reichern zum Start der neuen Gartensaison den Boden mit Nährstoffen an. Nur auf dem Rasen müssen die Blätter entfernt werden. Wenn sie sich darauf zersetzen, vergilben oder faulen die Grashalme. Extra-Tipp: Ist das Laub auf den Beeten so trocken, dass der Wind es weg weht, ein wenig Gartenerde zum Beschweren verstreuen.

Fürs nächste Jahr sammeln: Wer nicht genug Platz auf dem Kompost hat, kann das Laub auch erst mal in Jutesäcken lagern, schlägt der Bund deutscher Baumschulen vor. Im Frühjahr kommen die Blätter dann gemeinsam mit dem ersten Rasenschnitt auf den Kompost.

Einen Haufen machen: Viele Kleintiere können in einem Laubhaufen überwintern.

Richtig entsorgen: Wer Laub wegwerfen muss, sollte es in die Biotonne geben oder direkt zu einer kommunalen Kompostieranlage. Hier wird daraus Komposterde gewonnen - und die Nährstoffe des Grünabfalls bleiben im natürlichen Kreislauf erhalten. Manche Gemeinden geben auch Säcke oder Körbe für das Laub aus, die dann abgeholt werden.

Nicht verbrennen: In den meisten Kommunen ist das Verbrennen von Laub verboten. Denn dabei entwickelt sich nicht nur viel Rauch, und es kann unangenehm riechen, weil die Blätter feucht sind. Es werden auch hohe Mengen Feinstaub freigesetzt, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ebenfalls in der Regel nicht erlaubt ist das Entsorgen von Laub im Wald.
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