Worauf man bei der Beauftragung eines Gutachters sein Augenmerk richten sollte
Läuft alles nach Plan?

Der bevorstehende Kauf einer Immobilie, ein Unfall mit dem Auto oder Probleme medizinischer Art: Gründe, einen Gutachter zu beauftragen, gibt es viele. Die folgende Liste hilft dabei, dass dabei keine Fehler vorkommen. Auftraggeber sollten im Vorfeld sorgfältig prüfen, ob die folgenden Kriterien eingehalten werden:

Verfügt der Sachverständige über die Kompetenz und Berufserfahrung um das benötigte Gutachten zu erstellen?

Ist das Auftreten des Sachverständigen professionell?

Gibt es aussagekräftige Informationen über den Sachverständigen und das Sachverständigenbüro?

Ist der Sachverständige und/oder sein Büro zertifiziert?

Kann der Sachverständige das Gutachten zum vereinbarten Termin erstellen?

Wurden wichtige Kriterien schriftlich in einem Vertrag fixiert?

Wurden alle Zusagen schriftlich fixiert?

Beinhaltet der Vertrag Regelungen über die Gebühren, die Zahlung, das Ziel des Gutachtens, den Verwendungszweck, die Pflichten des Gutachters und des Auftraggebers, Einschränkungen der Verwendung etc.

Ist der Sachverständige einem Verband angeschlossen oder bei einer Kammer, mit der man bei Problemen Kontakt aufnehmen kann?

Kennen Sie die dem Vertrag zugrundeliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen?

Gab es vor dem Abschluss des Vertrags ein ausführliches Gespräch über das Ziel, das Sie mit dem Gutachten verfolgen?

Ist die Kommunikation mit dem Gutachter konstruktiv und zielorientiert?

So geht ein Profi vor

Wenn Sie einen geeigneten Sachverständigen gefunden haben, verläuft die Abwicklung in der Regel wie folgt:

Ausführliches Gespräch über das zu erstellende Gutachten (Gebühren, Termin, Verfahren etc.)

Klärung des Sachverhalts (Was ist wann, wo , wie und mit wem geschehen?)

Klärung über die Beschaffung von Unterlagen (Baupläne, Auszüge, Gebrauchsanleitungen, Konstruktionszeichnungen etc.)

Abschluss einer vertraglichen Vereinbarung in der die wichtigsten Punkte (Termine, Gebühren, Zeitpunkt der Zahlung, Umfang, Ziel des Gutachtens etc.) klar geregelt sind

Erteilung von Vollmachten zur Einsichtnahme (zur Vorlage bei Behörden oder Beteiligten)

Vor Ort Begutachtung des Sachverhalts (dies kann auch bereits vor Beginn der Verhandlungen von Nöten sein), eventuell mit Bildern zur Beweissicherung

Recherchen, Untersuchungen, Berechnungen und Begutachtung durch den Sachverständigen

Während der Begutachtung, eventuell Mitteilung über den aktuellen Stand des Gutachtens

Übergabe des Gutachtens an den Auftraggeber mit Datum und Unterschrift

Rückfragen zum Gutachten

Bei Fehlern, Korrektur des Gutachtens

Bezahlung des Gutachtens durch den Auftraggeber

Weicht Ihr Gutachter von diesem Ablauf gravierend ab, sollten Sie genau prüfen und die Herangehensweise hinterfragen. (Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter e.V.)
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