Zählung in Afrika
Forscher: Es gibt weniger Elefanten als gedacht

Ernüchterndes Ergebnis einer aufwendigen Zählung: Wissenschaftler registrierten nur 352 271 Elefanten in 18 afrikanischen Staaten - erwartet hatten sie bis zu 630 000 Tiere. Archivbild: dpa

Amherst. Um die Afrikanischen Elefanten steht es schlimmer als gedacht. Bei der ersten fast kontinentweiten Zählung der bedrohten Tiere kamen US-Forscher nur noch auf 352 271 Tiere in 18 afrikanischen Staaten. 90 Forscher hatten zwei Jahre lang Herden und Skelette vom Flugzeug aus gezählt. Gut vier Fünftel der Elefanten leben in Reservaten. Bislang wurde der Gesamtbestand der grauen Riesen auf 400 000 bis 630 000 Exemplare geschätzt - je nach Quelle und Methode.

Die federführenden Ökologen Michael Chase (Botswana) und Curt Griffin (Massachusetts) veröffentlichten die Ergebnisse im Fachjournal "PeerJ". Demnach sank in den 15 Staaten mit historischen Vergleichsdaten allein zwischen 2007 und 2014 die Zahl der Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) um 30 Prozent - oder 144 000 Tiere. Im Schnitt schrumpfen die Bestände derzeit um acht Prozent pro Jahr, berechneten die Forscher. Grund dafür ist vor allem Wilderei.
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