Zeltlagerplatz- und Jugendheimverein seit 40 Jahren sozial engagiert
Einzigartige Institution

Speichersdorf/Immenreuth. Ohne große Feier und nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit begeht der "Gemeinnützige Zeltlagerplatz- und Jugendheimverein e.V." sein 40-jähriges Bestehen. Mit dem Valentin-Kuhbandner-Jugendheim, kurz "Falkenheim", dem Freizeitgarten an der Danziger Straße und dem Zeltlagerplatz in Immenreuth betreibt der lokal und regional einzigartige Verein seit Jahren anerkannte Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit.

Am 21. November 1974, hoben Idealisten und Weggefährten um Max Haas den Zeltlagerplatz- und Jugendheimverein aus der Taufe. Max Haas wurde als erster Vorsitzender an die Spitze des Vereins gewählt, vertreten von Siegfried Schäller und Wilfried Schlöger. An deren Stelle traten 1980 Manfred Dorsch und Werner Kaiser. Sie hatten sich auf die Fahnen geschrieben "das bildende und erholende Leben junger Menschen zu fördern, soziale Kontakte zu knüpfen und das Erleben solidarischen Handelns kennen zu lernen". Seit vier Jahrzehnten ist deshalb der Jugendheimverein Dreh- und Angelpunkt für Jugendbegegnung und Jugendaustausch.

Mit dem Falkenheim hat dieses soziale, ehrenamtliche Engagement bis heute ein festes Fundament und ein Dach über dem Kopf. Mit der Vereinsgründung 1974 übernahm der Jugendheimverein auch die Trägerschaft des in der Goethestraße errichteten Hauses. Mit ihm hatte die Kinder- und Jugendarbeit ein eigenes Domizil erhalten. Den Jugendlichen konnten hier unersetzbare Freiräume geschaffen werden.

Rund eine Million Euro wurden nach und nach in Erweiterungen und Sanierungen investiert, damit es mit modernen Ansprüchen Schritt hält. Nach drei Erweiterungsbauten besitzt das Falkenheim heute 40 Schlafplätze in zwei Zweibett- und zwei Vierbett- sowie vier Mehrbettzimmer, Tagungs-, Gruppen- und Speiseräume sowie Küche und Spielezimmer.

1978 erhielt der Verein die Anerkennung als förderungswürdiger Träger der öffentlichen Jugendhilfe im Bereich der Jugendpflege für den Landkreis Bayreuth. Mit der Grenzöffnung nach Osten wurden auch die Jugendbegegnungen vor allem mit Tschechien und Polen intensiviert. Schüler aus Prag und Karlsbad waren seitdem regelmäßig zu Gast.

Zeltlager und Turniere mit Jugend- und Schülermannschaften wurden durchgeführt. Mit dem Bau der Aussiedlerhäuser in den 90er Jahren übernahm der Jugendheimverein auch Betreuungs- und Integrationsaufgaben für Aussiedler aus Polen und Russland.

1995 gelang es, für acht Jahre eine Zivildienststelle im Jugendheimverein anzusiedeln. Im Rahmen eines Ausbildungsprojekts 2004 wurde arbeitslosen Jugendlichen die Möglichkeit geboten, zur Orientierung in verschiedene Handwerksberufe hineinzuschnuppern. Über zehn Jahre ermöglichte das Helferteam um Haas 30 Waisenkindern und Salesianerinnen aus dem polnischen Kinderheim Lodz vierzehntägige Aufenthalte in Speichersdorf.

Als optimale Ergänzung zum Jugendheim initiierte und errichtete der Verein mit einer genialen Idee und in einem ehrenamtlichen Kraftakt eine einzigartige Oase der Freizeitgestaltung. 1996 aufgeworfen und bis 1998 umgesetzt wurde an der Danziger Straße eine brachliegende und verwilderte Fläche am Bahndamm in einen Freizeitgarten verwandelt.

Auf 2000 Quadratmetern steht seither Vereinen, Jugend-, Schul- und Kindergartengruppen Kindern und Jugendlichen eine Spielwiese, ein Beachvolleyballfeld, ein mit Photovoltaik betriebenes Plantschbecken und eine Grillecke zur Verfügung. 2008 erwarb man den Zeltlagerplatz in Immenreuth.
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