Zu Ehren des Retters
Briefe an die Redaktion

Zum Bericht "Von Bierpantschern und Politikern" im NT vom 2. Juni:

Mit großem Interesse und auch amüsiert habe ich das Stangl-Büchlein "Oberpfalz" gelesen, da ich selbst in dieser Gegend um Weiden aufgewachsen bin. Nur eines fällt mir immer wieder auf: Warum wird so gut wie nie einer der wichtigsten Oberpfälzer - der Retter des Bier-Reinheitsgebots - erwähnt?

Professor Dr. Siegfried Donhauser, geboren am 1. Juli 1927 in Amberg, ab 1933 in Weiden aufgewachsen und, nach einer schweren Kriegsverletzung, an der dortigen Oberrealschule 1948 das Abitur gemacht, hat es 1963 geschafft, gegen alle wissenschaftlichen Argumente und Unterstützung prominenter Brauwissenschaftler den Nachweis von Bierbeimischungen, die nicht dem Bayerisch/Deutschen Reinheitsgebot von 1516 entsprachen, zu erbringen - zum damaligen großen Leidwesen nicht (west-)deutscher Brauereien und Mälzereien, die nun nicht mehr ihre ,unreinen' Biere und Malze ohne Kennzeichnung zu uns liefern konnten. Dafür bekam Prof. Donhauser den Bayerischen Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz 1.und 2. Klasse.

Donhauser lebt in München und erfreut sich, trotz angeschlagener Gesundheit, an seinem monatlichen Schafkopfstammtisch, dem er mit großer Leidenschaft frönt. Er wird am 1. Juli dieses Jahres 88.

Übrigens: Sein Schulkamerad und immer noch guter Freund ist Fritz Husslein - Ihnen sicherlich auch noch aus seiner NT-Zeit bekannt.

Karl Unterstein München/Weiden

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