Zur Relegation in der Kreisliga Süd:
Leserbrief Schafft diesen Unsinn ab!

Relegationsspiele nach Abschluss der regulären Runden haben zweifelsfrei etwas für sich. Sie erhalten in den einzelnen Ligen die Spannung länger aufrecht und bieten am Saisonende noch das eine oder andere Highlight. Dabei stehen in den oberen Ligen für je eine Mannschaft an der Tabellenspitze beziehungsweise am Tabellenende Relegationsspiele an.

So weit, so gut! Was sich jedoch die Verbandsfunktionäre diesbezüglich auf Kreisebene einfallen ließen, hat mit sportlicher Fairness nichts mehr zu tun. So steigen aus der Kreisliga Süd im Fußballkreis Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth von 16 Mannschaften zwei direkt ab, drei weitere müssen in die Relegation. Wenn man nahezu ein Drittel der Mannschaften absteigen lässt beziehungsweise in eine Relegation zwingt, führt dies zwangsläufig zu absolut paradoxen Ergebnissen.

So müssen die Sportfreunde Kondrau mit 38 Punkten und einem fast ausgeglichenem Torverhältnis (58:60) mit ihren Ligakonkurrenten aus Mähring und Griesbach in die Relegation, die es in der Saison gerade mal auf je 22 Punkte brachten. Der Tagesform und dem Glück an einem Spieltag kommt nun in der Relegation unter Umständen mehr Bedeutung zu, als den Leistungen während einer gesamten Saison.

Ich beklage mit diesen Zeilen nicht die sich daraus ergebende Abstiegsgefahr für die Sportfreunde Kondrau. Sie hätten es zweifelsfrei selbst in der Hand gehabt, sich durch den einen oder anderen Punkt mehr den Klassenerhalt zu sichern. Allerdings lässt sich mit dieser Feststellung der derzeitige Relegations-Modus nicht rechtfertigen, denn dann müsste für die Sportfreunde Kondrau eine andere Mannschaft, diese dann sogar mit 39 Punkten, in die Relegation. Deshalb: Schafft diesen Unsinn baldmöglichst ab und nehmt nicht länger jungen Sportlern die Freude am Fußball!

Rainer Fischer 95652 Waldsassen
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