Zusenden der Schlüssel reicht aus
Mietrechts-Tipp

Berlin.(dpa/tmn) Beim Auszug müssen Mieter nicht unbedingt persönlich zur Wohnungsübergabe erscheinen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Im Prinzip muss der Mieter dem Vermieter nur die Wohnungsschlüssel zukommen lassen, zum Beispiel per Post, oder er hinterlässt sie einfach in dessen Briefkasten.

Nach Auskunft des Eigentümerverbandes liegt es aber in der Verantwortung des Mieters, dass die Schlüssel auch tatsächlich beim Vermieter ankommen. Gehen diese beispielsweise auf dem Postweg verloren, ist die Wohnung nicht zurückgegeben, und der Mieter muss gegebenenfalls eine Nutzungsentschädigung zahlen.

Auch eine Schlüsselübergabe an den Nachbarn reicht für eine Wohnungsübergabe nicht aus. Es sei denn, der Nachbar ist für die Entgegennahme des Schlüssels vom Vermieter bevollmächtigt.

Grundsätzlich ist ohnehin eine persönliche Wohnungsübergabe mit dem Vermieter oder dessen Bevollmächtigten zu empfehlen. Hierbei kann ein Übergabeprotokoll erstellt werden, in dem der Zustand der Wohnung festgehalten wird.

Dann wissen beide Seiten, welche Arbeiten an der Wohnung noch ausstehen. So lassen sich Streitigkeiten über die Rückzahlung der Kaution vermeiden.
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