Zwei Leichtverletzte nach Unfall auf der A 93 - beide Fahrtrichtungen vorübergehend gesperrt
Rückwärts auf der Autobahn

Symbolbild: dpa

Wernberg-Köblitz. (bkf/am) Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A 93 kurz vor der Anschlussstelle Wernberg-Köblitz erlitten am Dienstag Nachmittag zwei Personen leichte Verletzungen. Große Probleme bereitete den alarmierten Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei die Anfahrt.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 14 Uhr. Eine 42-jährige Autofahrerin war kurz vor der Ausfahrt Wernberg-Köblitz mit ihrem VW auf dem Standstreifen rückwärts gefahren und hatte dann plötzlich nach links auf die rechte Fahrspur gezogen. Ein 59-jähriger Autofahrer, der mit seinem Skoda dort in Richtung Hof unterwegs war, konnte dem Auto nicht mehr ausweichen und krachte daraufhin in das VW-Heck. Durch den Aufprall schleuderte der Skoda über die Autobahn an die Mittelleitplanke und blieb rund 150 Meter weiter auf der Fahrerseite liegen.

Kein Durchkommen für Rettungsfahrzeuge

Der Verkehr hatte sich so dicht gestaut, dass im Baustellenbereich auf der zweispurigen Autobahn ohne Standstreifen kein Durchkommen für die Rettungsfahrzeuge war. Nur Einsatzkräfte, welche auf der Fahrbahn in Richtung Regensburg angefahren waren, konnten auf der linken Fahrspur kurz vor der Baustelle anhalten. Die anderen Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr, welche im Stau standen, erreichten erst gegen 14.50 Uhr die Unfallstelle, nachdem der Verkehr zwischen den Unfallfahrzeugen hindurch geleitet worden war. Alarmiert waren die Feuerwehren aus Wernberg, Oberköblitz, Pfreimd und Luhe mit insgesamt 42 Mann und acht Fahrzeugen.

Akute Schizophrenie

Die beiden leicht Verletzten kamen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Schwandorf. Unklar war zunächst, warum die 42-jährige Autofahrerin aus dem Raum Weiden rückwärts auf der A 93 fuhr. Während der Versorgung der Fahrerin wurde dann jedoch eine akute Schizophrenie festgestellt. Die Frau gab an, dass ihr Stimmen gesagt hätten, sie solle rückwärts in die Autobahn einbiegen. Sie wurde daher vom Krankenhaus Schwandorf ins Bezirksklinikum nach Regensburg überwiesen.

A 93 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt

Da es sich bei dem verunglückten Skoda um ein Gasfahrzeug handelte, musste zeitweise die A 93 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. In Richtung Süden wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Wernberg-Köblitz aus-, in Fahrtrichtung Norden am Autobahnkreuz abgeleitet. Gegen 16.15 Uhr waren die Unfallfahrzeuge geborgen, und die Autobahn konnte wieder freigegeben werden. Durch den Unfall kam es zu massiven Rückstaus, vor allem in Richtung Hof. Die Höhe des entstandenen Sachschadens lag bei 10.000 Euro.
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