Zwei Tote im Duisburger Binnenhafen
Gasexplosion auf Tankschiff

Zwei Menschen sind bei Arbeiten auf dem Tankschiff in einer Werft im Duisburger Hafen ums Leben gekommen. Gegen 8.40 Uhr war es nach Angaben der Polizei auf dem Schiff zu einer Explosion gekommen. Bild: dpa

Eine Explosion hat Europas größten Binnenhafen erschüttert. Bei Arbeiten auf einem Tankschiff hat es in Duisburg Tote gegeben.

Duisburg. Bei einer Explosion auf einem Tankschiff sind in Duisburg mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein dritter Arbeiter wurde trotz intensiver Suche auch Stunden nach dem Unglück am Donnerstag noch vermisst. Durch die Explosion am Morgen in einem der Laderäume wurde das Vorderdeck des Schiffs komplett zerstört.

Das Schiff lag für eine Generalinspektion im Becken einer Werft im größten europäischen Binnenhafen. Zwei Arbeiter wurden durch die Wucht der Explosion mehrere Hundert Meter weit an Land geschleudert und getötet. Für die Suche nach dem vermissten dritten Mann wurden auch Taucher angefordert.

Die Polizei geht von einer Gasexplosion aus. Der Treibstoff des Tankers soll nicht in die Luft geflogen sein. Schiffsteile wurden noch in einer Entfernung von mehr als einem halben Kilometer entdeckt. Ausgangspunkt für die Explosion waren nach ersten Erkenntnissen die Arbeiten auf dem Spezialtankschiff.

Aus dem Laderaum drang nach dem Unglück dichter Rauch. Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte den Brand nach rund einer Stunde löschen. Auch ein Löschboot war im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Brandsachverständigen ein. Das nordrhein-westfälische Landesumweltamt ordnete Wasserproben an.

Das 2005 gebaute und 110 Meter lange Binnentankschiff "Julius Rütgers" der Duisburger Großreederei Jaegers liegt in einem Hafenbecken auf dem Werftgelände neben einem weiteren Schiff. Tankschiffe dürfen eine Werft nur ohne Ladung anlaufen. Das Schiff beförderte nach Angaben des Reeders unter anderem heißes Bitumen und Schweröle. Dafür ist es ausgerüstet.
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