Annahmen haben sich bestätigt
Bayreuther Bluttat: Obduktion abgeschlossen

Nach dem Eifersuchtsdrama mit drei Toten sitzt der Schock in Bayreuth noch tief. Die Polizei ermittelt, hat Zeugen befragt und Wohnhäuser durchsucht. Mittlerweile steht nach der Obduktion fest: Die zwei Opfer und der mutmaßliche Täter starben an den Schussverletzungen.

Bayreuth. (dpa/spi) Zwei Tage nach dem tragischen Vorfall im Bayreuther Stadtteil St. Johannis haben sich die Annahmen darüber, wie die Frau, ihr Vater und ihr Ex-Freund gestorben sind, bestätigt. Den genauen Grund für die Bluttat kennen die Polizeibeamten jedoch noch nicht. Die bisherigen Auswertungen hätten keine entscheidenden zusätzlichen Hinweise gebracht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Sachverhalt als solcher sei allerdings relativ klar. In der Nacht zu Montag hatte ein 41-jähriger Mann zuerst seine Ex-Freundin (33) und ihren Vater (65) erschossen, dann den neuen Freund der Frau angeschossen und schließlich sich selbst gerichtet. Der neue Partner überlebte schwer verletzt. Er konnte mittlerweile vernommen werden. Im heute veröffentlichten Polizeibericht heißt es dazu: "Das Ergebnis seiner Aussage, die Erkenntnisse aus der gerichtsmedizinischen Untersuchung und die am Tatort getroffenen Feststellungen bestätigen den bereits angenommenen Tatablauf."

Noch am Montag waren die drei Leichen rechtsmedizinisch untersucht worden. Hinweise auf eine körperliche Auseinandersetzung haben sich laut Polizei nicht ergeben. Weitere Ermittlungen sollen noch zeigen, was letztendlich genau die Tat ausgelöst hat. «Ermittlungen gegen nicht lebende Personen gibt es nicht. Wir haben deshalb keinen zeitlichen Druck», erklärte der Polizeisprecher. Es soll allerdings noch geklärt werden, ob sich der Überlebende in Zusammenhang mit der Tat strafbar gemacht hat. «Dafür gibt es bislang aber keine Anhaltspunkte.»

Nachbarn hatten am späten Sonntagabend die Schüsse vor dem Haus des Vaters gehört und Alarm geschlagen. Sofort machten sich die Beamten sowie Rettungskräfte mit einem Großaufgebot auf den Weg zum Tatort. Dort fanden sie auf der Straße des ruhigen Wohnviertels St. Johannis die drei Leichen. Sie sollen den Angaben zufolge auf der Straße zwischen parkenden Autos gelegen haben. Für die 33-Jährige, den 65-Jährigen und den mutmaßlichen Täter kam jede Hilfe zu spät.
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