"Aufklärung ohne Rücksicht"?
Vorstellung des Untersuchungsberichts zur WM-Affäre

Frankfurt. Auf diesen Tag wartet der deutsche Fußball schon seit Monaten. Am Freitagmittag wird die Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer in einem Hotel am Frankfurter Flughafen ihren Untersuchungsbericht zur WM-Affäre vorstellen. Dieser Report soll endlich Klarheit darüber bringen, wie weit Franz Beckenbauer und die anderen WM-Organisatoren gingen, um die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu holen. Oder wann genau welcher Top-Funktionär wovon wusste. Und vor allem: War das Sommermärchen nun gekauft oder nicht? "Wir wollen das aufklären", betonte DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball in dieser Woche noch einmal. Genau damit sind die Freshfields-Ermittler im vergangenen Herbst vom Deutschen Fußball-Bund beauftragt worden. Teils mehrfach verhörten sie dazu die Mitglieder des früheren WM-Organisationskomitees. Lange Zeit drangen immer wieder Details aus den Ermittlungen an die Öffentlichkeit. So etwa die Protokolle der Vernehmungen von Niersbach, in denen er seinen einstigen Freund Beckenbauer offenbar schwer belastete. Schon seit Wochen ist es aber erstaunlich ruhig in dieser Hinsicht. Auch vor der Präsidiumssitzung des DFB gestern schworen sich die Spitzenfunktionäre des deutschen Fußballs noch einmal darauf ein, bis zur Veröffentlichung des Reports kein Wort mehr öffentlich zu sagen. Im Bild das WM-Organisationsteam 2006 von links: Horst R. Schmidt, Franz Beckenbauer, Fedor Radmann und Wolfgang Niersbach. Bild: dpa

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