Augsburg: Keine Entscheidung vor Mitte Januar
Landgericht prüft Hoeneß' Antrag

Uli Hoeneß hofft, dass das Landgericht Augsburg seinem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stattgibt.

Jetzt wird es spannend für Uli Hoeneß. Sein Antrag auf vorzeitige Haftentlassung ist beim Landgericht Augsburg eingegangen. Vor Mitte Januar ist aber mit keiner Entscheidung des Gerichts zu rechnen.

Augsburg/München. Das Landgericht Augsburg wird in den kommenden Wochen den Antrag von Uli Hoeneß auf vorzeitige Haftentlassung prüfen. Vor Mitte Januar sei aber mit keiner Entscheidung zu rechnen, berichtete Justizsprecher Claus Pätzel am Dienstag. Der Anwalt des ehemaligen FC-Bayern-Präsidenten hatte bereits Anfang November mitgeteilt, dass Hoeneß einen Antrag auf sogenannte Halbstrafe gestellt hat. Sollte diesem stattgegeben werden, müsste der 63-Jährige nur die Hälfte seiner Haftstrafe absitzen, der Rest würde auf Bewährung ausgesetzt.

Hoeneß war im März 2014 wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Inzwischen ist er Freigänger und arbeitet tagsüber in der Jugendabteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters in München. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Drittel der Zeit zur Bewährung ausgesetzt, das Strafgesetzbuch ermöglicht aber in Ausnahmefällen auch die Aussetzung der Strafe nach der Hälfte.
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