Aushilfen beim Bamf
Post-Beamte sollen über Asyl entscheiden

Berlin. Die Deutsche Post AG soll dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit 300 Beamten aushelfen, um die Entscheidungen über Asylanträge zu beschleunigen. Das geht aus einer Rundmail hervor, die der "Bild am Sonntag" vorliegt. Darin würden Postbeamte aus dem gehobenen Dienst aufgerufen, für sechs bis zwölf Monate freiwillig zum Bamf zu wechseln, berichtet das Blatt. Dafür bekämen sie eine Brutto-Zulage von 119,05 Euro monatlich. Erwartet würden Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft zum Schichtdienst zwischen 7 und 22 Uhr. Bevor die Postbeamten über Asylanträge entscheiden, sollten sie eine Schulung erhalten. Das Bamf schiebt mehr als 770 000 unbearbeitete Asylfälle vor sich her. Bamf-Chef Frank-Jürgen Weise hatte im Innenausschuss des Bundestags zugesagt, bis Ende April alle offenen Stellen zu besetzen.

Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, lobt die Aktion: "Es geht um Verwaltungsbeamte. Das ist nicht anrüchig. Entscheidend ist, dass ab Mai wirklich alle 7300 Bamf-Stellen und vor allem die 1800 Entscheider-Stellen besetzt sind. Nur so können die Asylverfahren endlich kürzer werden."
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