Balkanroute schließt sich
Flüchtlinge in Griechenland verzweifeln

Athen/Belgrad. Die Balkanroute für Flüchtlinge schließt sich. Nach serbischen Angaben dürfen nur noch 500 Migranten pro Tag auf diesem Weg nach Österreich und Deutschland reisen. Mazedonien hat die Grenze bereits vor Tagen weitgehend abgeriegelt. In Deutschland und Österreich gehen die Flüchtlingszahlen deshalb stark zurück.

Dagegen wird in Griechenland die Lage immer dramatischer. Auf dem Festland sind nach Schätzungen der Polizei mehr als 25 000 Menschen auf dem Weg zur Grenze nach Mazedonien. Am Freitag zogen den dritten Tag in Folge Flüchtlingstrecks Richtung Norden. Mittlerweile harren rund 4000 Menschen an der Grenze bei Idomeni aus. In der Nacht zum Freitag kam es zu Schlägereien und Messerstechereien. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl warnte vor einer humanitären Katastrophe, falls Zehntausende Flüchtlinge dauerhaft in Griechenland oder an der türkischen Küste festsitzen sollten.

Trotz der prekären Lage treffen täglich neue Flüchtlinge aus der Türkei auf den griechischen Ägäisinseln ein. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) forderte, die europäischen Partner müssten Griechenland unterstützen, etwa beim Bau von Unterkünften.
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