Beschwerden
Fuß- und Nagelpilz

Aus der Erfahrungsheilkunde weiß man, dass bei Fußpilz- und Nagelpilzerkrankungen zum Beispiel Bäder und Einreibungen mit ätherischen Ölen von Teebaum, Thymian, Rosmarin, Lavendel, Nelke, Kümmel, Kamille und Myrrhe fungizid wirken.

Hier wird die Differenzierung zwischen Nagelpilz (kaum erfolgreich mit ätherischen Ölen behandelbar) und Fußpilz (mit ätherischen Ölen oft gut behandelbar) wieder verwischt. Außerdem scheinen mir Bäder – also ätherische Öle in Wasser gemischt – nur beschränkt fungizid (pilztötend) wirksam. Einreibungen von ätherischem Öl gemischt mit fettem Öl dürften wirksamer sein.

Ätherische Öle gehören zu den leicht anwendbaren, aber durchaus effektiven Hausmitteln. Bei Fußpilz eignen sich Lavendel, Myrrhe, Pfefferminze und Teebaum. Diese Öle wirken pilztötend, desinfizierend und antiseptisch. Bei der Anwendung gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“. Pur sollten die Öle nur in kleinsten Mengen angewandt werden. Hier reicht schon das Betupfen der befallenen Stellen mit einem Tropfen des ausgewählten Öls. Um ein Austrocknen zu vermeiden, ist das Mischen mit einem sogenannten Trägeröl, der puren Anwendung vorzuziehen. Dabei wird ein gutes, kalt gepresstes Öl, wie zum Beispiel Oliven – oder Mandelöl mit dem ätherischen Öl vermischt und damit die betroffenen Zonen betupft. Auf circa zwanzig Milliliter Trägeröl wird ein Tropfen ätherisches Öl gegeben. Ein Mischen der verschiedenen ätherischen Öle kann die Wirkung verstärken. Wichtig ist, beim Kauf auf Reinheit zu achten.

Die ätherischen Öle können auch in einem Fußbad ihre Wirkung entfalten. Dafür werden ein paar Tropfen mit etwas Sahne oder Butter vermischt und dann in das vorbereitete Wasser gegeben. Eine tägliche Badedauer von circa fünfzehn Minuten ist angezeigt.

Hausmittel zur äußerlichen Behandlung

Pfefferminze gegen Fußpilz

Ein einfaches, leicht anwendbares Hausmittel ist der Apfelessig. Damit täglich durchgeführte Waschungen lindern den Juckreiz und die Entzündung. Außerdem können mit aufgeschnittenem Knoblauch die Zwischenräume der Zehen eingerieben werden. Am wirkungsvollsten ist die Anwendung über Nacht, wenn die Füße nach der Behandlung in Baumwollsocken gepackt werden. Ist kein Knoblauch zur Hand, kann als Alternative eine aufgeschnittene Zwiebel dienen.

Ein Fußbad mit schwarzem Tee lindert Juckreiz und Schmerzen. Das Tannin im Tee ist in der Lage, den Pilz abzutöten. Für einen Liter Wasser werden fünf bis sechs Teebeutel verwendet. Auch kann das mehrmals tägliche Betupfen mit einem Teebeutel Linderung bringen.

Das Bestreuen der pilzbefallenen Regionen mit Speisenatron, auch Backsoda genannt, hilft gegen Feuchtigkeit der Füße und stärkt den Schutzmantel der Haut. Hilfreich ist auch, täglich etwas davon in die Socken oder auch in die Schuhe zu streuen, vor allem dann, wenn diese barfuß getragen werden.

Dem Johanniskraut wird nachgesagt, bei seelischen, aber auch äußerlichen Verletzungen gute Wirkungen zu erzielen. Tägliches Einreiben mit diesem Öl kann bei Fußpilz gute Hilfe leisten. Ein einfaches Hausmittel ist Honig. Dieser ist bekannt dafür, dass er bei Entzündungen helfen kann. So hat er auch hier sein Einsatzgebiet.