Bußgeld für Kinderehen

Berlin. Islamische Prediger sollen künftig mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro belegt werden, wenn sie in Deutschland Minderjährige verheiraten. Das sieht ein Vorschlag des Bundesinnenministeriums an die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Kinderehen vor, über den die "Welt" berichtete. In Moscheen dürften Imame dann keine Heiratsrituale mehr mit minderjährigen Mädchen vollziehen.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, im Gespräch sei ein "Verbot der Voraustrauung". Dieses Verbot solle aber nur gelten, wenn einer der Partner minderjährig ist. Unter einer "Voraustrauung" versteht man eine religiöse Eheschließung, die vor der standesamtlichen Trauung vollzogen wird. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe will spätestens bis zum Jahresende eine gesetzliche Änderung des Eherechts vorlegen.
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