Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Die Milz

In der traditionellen chinesischen Medizin spielt die Milz eine große Rolle für unser Wohlbefinden und gilt als Schaltstelle eines Energiekreislaufs, das die Aufnahme, Aufspaltung, Resorption und Verteilung von Nahrungsmitteln steuert. Die Milz steht für das Element Erde und für die Kraft aus der Mitte. Sie ist die Herrscherin über die Körperflüssigkeiten. Die erhöhte Belastung der Milz durch den übermäßigen Konsum süßer Gerichte und kühler Lebensmittel erschöpfen und schwächen das Organ, aber auch Sorgen und quälende Gedanken beeinflussen den Funktionskreislauf . Die so geschwächte Milz kann die Nahrung nicht richtig verarbeiten, die Folge ist die Ansammlung von Flüssigkeit bzw. Schleim und schädliche Feuchtigkeit.

Die Milz hat als Zwischenspeicher nicht die Möglichkeit, die Feuchtigkeit oder den Schleim selbst abzugeben, dazu benötigt sie die Hilfe ihrer “Kollegen”. Schleim wird oft in der Form des uns bekannten Schleimes bei einer Bronchitis oder Sinusitis “entsorgt”, er kann aber auch durch Ausfluss, als Schleim über den Darm, über die Haut bei nässenden Dermatosen ausgeschieden werden.

Bitterstoffe, die etwa in Endiviensalat oder Chicoree enthalten sind, stärken z.B. die Milzkraft. Um unser Immunsystem zu stärken, zu dem die Milz gehört, empfiehlt die chinesische Ernährungslehre Knoblauch, Zwiebel und Fenchel, Rettich und Radieschen. So können Sie durch ein leckeres Essen zusätzlich etwas für Ihre Gesundheit tun. Heilpflanzen mit Bitterstoffen helfen unserer Milz wie z. B.: Wegwarte, Löwenzahn, Brennnessel, Kalmus, Wermut, Salbei, Enzian, Odermennig, Gundelrebe, Zinnkraut und Berberitzen-Wurzel.

Chlorophyll hat einen außergewöhnlich hohen Eisengehalt. Das Eisen hilft dabei, die giftigen Abfälle unter Zuhilfenahme von Sauerstoff zu verbrennen. Es gibt nichts Besseres, um ernsthafte Krankheiten, Toxine, Abfall, Gifte und zerstörte Gewebe aus dem Körper zu entfernen.

Bei fehlendem Milz-Qi können Allergien, Unverträglichkeiten und Autoimmunkrankheiten entstehen.

Wenn unser Organismus seine körpereigenen Bestandteile angreift, entsteht eine Autoimmunkrankheit. Die Abwehrstoffe, so genannte Autoantikörper, lösen dort eine chronische Entzündung aus. Bei Kollagenosen wie dem systemischen Lupus erythematodes (SLE) ist das Bindegewebe Ziel des Angriffs, auch das der Milz. Bei der rheumatoiden Arthritis werden durch die Autoantikörper vor allem die Knorpel- und Knochenstrukturen zerstört. Doch durch die fehlerhafte starke Immunreaktion des Körpers werden auch innere Organe wie die Milz angegriffen und geschädigt.