Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Die Schwäche des Herz-Qi

Die Schwäche des Herz-Qi hat zur Folge, dass die Pumpkraft nachlässt und ist gewöhnlich das Resultat einer langen Erkrankung, aber auch Blutmangel und mentale Störungen beeinflussen die Herz Energie. Ein allgemeiner Qi-Mangel äußert sich mit Kurzatmigkeit, Schwitzen, Blässe, Müdigkeit, Schwindel, Angstzustände und Schlafstörungen.

Blut-Mangel kann wiederum das Herz schwächen und einen Herz-Blut-Mangel hervorrufen, aus diesem Grund ist ein Herz-Blut-Mangel häufig mit einer Milz-Qi-Schwäche verbunden.

Es gibt noch weitere Muster, die im Herzfunktionskreis entstehen können, wenn wir ein Ungleichgewicht zwischen Feuer und Wasser haben. Die Therapien sind dann entsprechend diesem Ungleichgewicht und der dazugehörigen Symptome.

Übermäßiger Verzehr von energetisch heißer und fetter Nahrung führt zu Hitze und Schleim-Bildung.

Das Element Erde gilt als die Mitte allen Lebens, weshalb auch die in unserer Körpermitte liegenden Verdauungsorgane Magen und Bauchspeicheldrüse nach chinesischer Sicht dem Erdelement zugeordnet werden. In diesem Element wird die Nahrung in Energie umgewandelt, die unser Organismus für seine vielfältigen Aufgaben benötigt. Alles, was das Erdelement stärkt, unterstützt auch das Immunsystem und macht uns widerstandsfähig. Generell wird das Erdelement durch einen mild-süßen Geschmack gekräftigt, der allerdings nicht durch die Zugabe von Zucker entstehen soll. Haushaltszucker blockiert den Energiefluss der Mitte und nimmt dem wichtigen Erdelement die Kraft.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) verwendet seit jeher Rezepturen aus Weißdorn zur Stärkung der Nerven und des Herzens. Weißdorn entspannt und verbessert die Durchblutung des Herzens und schützt so vor Herzschwäche. Weitere Infos zu Weißdorn finden Sie unter Alternative Heilverfahren/Kräuter.

Übungen zur Regulierung des Qi und zur Unterstützung der Herzfunktion: Sitzen Sie in aufrechter Position. Lassen Sie die Arme zwischen den Oberschenkeln hängen. Atmen Sie gleichmäßig. Schließen Sie die Hände zur Faust und atmen Sie währenddessen aus. Atmen Sie ein, wenn Sie die Hände wieder locker lassen. Wiederholen Sie die Übung sechsmal ohne Unterbrechung. Diese Übung reguliert das Qi und den Blutfluss. Durch den Faustschluss werden von den Fingern die so genannten Laogon-Punkte im Zentrum der Handflächen massiert, die das Herz in seiner Tätigkeit unterstützen.
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