Eine Nacht in Idomeni
Blüm will aufrütteln

"Die Menschen liegen im Dreck." Nach seiner Nacht im Flüchtlingslager Idomeni will der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) aufrütteln. Der 80-Jährige plädiert für eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise, deswegen habe er auch sein neues Buch "Aufschrei!" Kanzlerin Angela Merkel gewidmet. "Wer soll dieses Europa noch ernst nehmen? Beim Geldabholen stehen sie in Brüssel Schlange, beim Helfen sind sie nicht zu sehen", beklagte Blüm in einem Beitrag für den "Tagesspiegel". Inzwischen ist auch US-Schauspielerin und UN-Botschafterin Angelina Jolie auf dem Weg nach Idomeni, wo rund 12 000 Menschen ausharren. Papst Franziskus hat am Mittwoch die Schließung der Balkanroute kritisiert. Wegen mangelnder Hilfsbereitschaft säßen Flüchtlinge in der Kälte und ohne Nahrung an der Grenze fest, sagte er bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Ausdrücklich lobte er "die Regierenden, die Herz und Türen öffnen". Die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano" prangerte die Zustände in Idomeni an. "Fluss der Schande" titelte das Blatt unter Anspielung auf den Grenzfluss nördlich von Idomeni.
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