Elektroautos und Hybridfahrzeuge
Clever fahren, Prämie kassieren

Die Umwelt gewinnt: Mit der Kaufprämie bekommt die E-Auto-Branche einen wichtigen Marktanreiz. Das ist nicht nur für die Umwelt und die Industrie gut, sondern für alle, die mit dem Erwerb eines Elektroautos oder Hybridfahrzeugs liebäugeln. Bild: mid/Bosch

Seit dem 2. Juli 2016 kann in Deutschland offiziell die Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge beantragt werden. Mit ihr können Autokäufer beim Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen Elektroautos eine Prämie von bis zu 4000 Euro und für neue Hybride (Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert) von bis zu 3000 Euro bekommen - sofern sie es nach dem 18. Mai gekauft oder bestellt haben. Anträge für die E-Auto-Prämie können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werden. Die Prämie wird jeweils zur Hälfte vom Staat und der Industrie getragen. Detaillierte Infos zur Prämie gibt es beim Autohändler. Der Bund fördert die Maßnahme zusammen mit der Industrie in Summe mit einem Programm in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Das soll helfen dem E-Auto genügend Schub zu geben - für Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Unternehmen. Die Förderung läuft spätestens zum 30. Juni 2019 aus. Ist der Topf schon früher leer, gibt es auch keine Prämie mehr.

Man sollte also schnell sein, um dabei zu sein. Es wird geschätzt, dass das Geld für 300 000 bis 400 000 Neu-Fahrzeuge reichen könnte.

Der Bundesanteil an der Förderung beträgt im Einzelfall 2000 Euro für Elektrofahrzeuge, 1500 Euro für Hybridfahrzeuge. Die andere Hälfte wird von den Kfz-Anbietern beigesteuert, die sich an dem Umweltbonus beteiligen. Manche dürften sogar zusätzlich noch etwas dazulegen.

Antrag beim Bafa


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa, www.bafa.de ) unterhält eine Liste der geförderten Fahrzeuge, die laufend aktualisiert wird. Die Förderung gilt im Übrigen auch für Brennstoffzellenfahrzeuge.

Die Beantragung läuft über ein Online-Verfahren bei der Bafa und ist zweistufig. Zunächst muss der "Umweltbonus" zusammen mit dem Kauf- oder Leasingvertrag beantragt werden. Der Käufer erhält dann vom Bafa einen Zuwendungsbescheid und muss eine Kopie des Kfz-Scheins, des Kfz-Briefs sowie der Rechnung vom Autohändler im Antragsportal hochladen. Achtung: Um den Bonus vom Staat zu bekommen, muss auf der Rechnung stehen, dass der Hersteller eine Prämie in gleicher Höhe schon vom Nettokaufpreis abgezogen hat.

Prinzipiell darf der Netto-Listenpreis des Basismodells 60 000 Euro nicht überschreiten, will man bei seinem Fahrzeugerwerb gefördert werden. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

Ausbau Infrastruktur


Noch eine gute Nachricht: Weitere 300 Millionen Euro fließen in den Ausbau von Ladestationen - 15 000 neue Stromspender sollen damit gebaut werden.

Rückwirkend zum 1. Januar 2016 soll darüber hinaus die Steuerbefreiung für neue und umgerüstete Elektrofahrzeuge von fünf auf zehn Jahre ausgeweitet werden. Das will der Bundestag in Kürze auf den Weg bringen. Arbeitnehmer müssen keine Steuern zahlen, wenn sie in der Firma ihr privates E-Auto aufladen. Arbeitgeber bekommen die Möglichkeit, geldwerte Vorteile pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer zu besteuern. Diese Regelungen gelten befristet vom 1. Januar 2017 bis Ende 2020. (tt/mid/dpa)
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