Energiefresser identifizieren: Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Kosten senken
Die Wohnung günstig warm halten

Bild: djd/Primagas
Wer es im Winter in den eigenen vier Wänden warm haben will, muss heizen - und somit auch zahlen. Damit die Wohnnebenkosten gerade in der kalten Jahreszeit nicht in die Höhe schießen, ist eine kluge Strategie gefragt. Wer einige Maßnahmen beachtet, kann sparen, ohne zu frieren und ohne Komfortverluste hinnehmen zu müssen.

Gekippte Fenster beispielsweise sind unterschätzte Energiefresser: Die aufsteigende Wärme der Heizkörper entweicht sofort nach draußen. "Stattdessen sollten Verbraucher mehrmals täglich fünf Minuten Stoßlüften", sagt Heizungs-Fachmann Thomas Landmann. Weniger bekannt sei, dass auch bei geschlossenen Fenstern Wärme über Glas und Fensterrahmen verloren gehe. Rollläden, die ab Anbruch der Dunkelheit herunter gelassen seien, können diesen Verlust um bis zu 20 Prozent verringern.

Wer die Raumtemperatur nicht unnötig hoch hält, kann ebenfalls Heizkosten sparen. Die optimale Temperatur für Wohnräume liegt bei 21 Grad. "Der Blick auf das Thermostat lohnt sich", so Landmann. "Als Faustregel gilt: Pro Grad Temperaturabsenkung lassen sich sechs Prozent Heizkosten einsparen." In einem Einfamilienhaus, das mit Gas beheizt wird, ließen sich dadurch bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern jedes Jahr rund 95 Euro sparen. Zudem, so Landmann, sollte man Räume, die nicht permanent genutzt werden, generell weniger heizen.

Hydraulischen Abgleich


Hausbesitzer sollten zudem einen hydraulischen Abgleich an ihrer Heizung vornehmen lassen, damit keine unnötige Wärme verloren geht. Der Abgleich sorgt dafür, dass jedem Heizkörper genau die Wärme zugeleitet wird, die er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Fehlt dagegen der Abgleich, werden Heizkörper, die näher an der Wärmequelle liegen, besser versorgt als die weiter entfernten. "Die optimale Einstellung bringt jedoch nichts, wenn die Anlage in die Jahre gekommen ist", sagt Thomas Landmann. Dann würden Verbraucher nur die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursache. Denn gerade veraltete Ölheizungen hätten einen unnötig hohen Energieverbrauch.

Moderne Technologie


Deutsche Heizungsanlagen haben ein Durchschnittsalter von 21 Jahren - die Stiftung Warentest rät hingegen schon ab einem Alter von 15 Jahren zum Austausch. Denn moderne Technologie arbeitet effizienter und energiesparender: "Ein aktuelles Gas-Brennwert-Gerät senkt gegenüber einer veralteten Ölheizung die Energiekosten um bis zu 30 Prozent", betont Thomas Landmann. In Regionen ohne Anschluss an das öffentliche Erdgasnetz könnten Gas-Brennwertthermen auch mit Flüssiggas betrieben werden. Der Energieträger sei eine sparsame und umweltschonende Alternative zu Heizöl und ebenfalls netzunabhängig in Tanks verfügbar. (djd)
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