Expertentipp: Ein Bad sollte den persönlichen Wünschen der Nutzer entsprechen
So wird es ein Traumbad

(Foto: djd - www.die-badgestalter.de)
(djd)

Das Bad ist heute mehr als ein Ort der Reinigung - es ist Erlebnisraum, Freizeitzone und Rückzugsort. Wir haben Badgestalterin Kirsten Wellner gefragt, worauf es bei der Planung des Badezimmers ankommt.

Was muss man bei der Planung eines Bads unbedingt beachten?


„Es sollte den persönlichen Wünschen seiner Nutzer entsprechen. Bei der Planung kommt es daher weniger auf bestimmte Formen oder Funktionen an, sondern vielmehr darauf, dass der Badplaner die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden versteht und dafür auch Zeit und Einfühlungsvermögen mitbringt. Welche persönlichen Badrituale schätzt der Kunde? Was vermisst er in seinem bisherigen Bad, welche besonderen Wünsche hat er? Ein guter Planer wird mit solchen Fragen die Grundlage für einen individuellen Badentwurf schaffen und sich erst danach um die Auswahl von Fliesen, Sanitärkeramiken oder Armaturen kümmern.“

An welche Optionen denken Sie dabei?


„Ein Familienbad etwa hat andere Anforderungen als ein Beauty-Bad für Singles oder eine Wellness-Oase für gestresste Manager. Wie vielfältig die Gestaltungsmöglichkeiten selbst bei kleinen Bädern sind, können Fachbetriebe aufzeigen.“

Wie kann man das Bad für künftige Komfortwünsche vorbereiten?


„Sinnvoll ist es zum Beispiel, genügend Steckdosen oder verdeckte Stromanschlüsse vorzusehen. So können Beleuchtungen, aber auch Funktionen wie berührungslose Armaturen oder WCs mit Duschfunktion einfacher nachgerüstet werden. Auch Kommunikationsanschlüsse können sinnvoll sein, um beispielsweise in einem Spiegel-Fernseher beim morgendlichen Zähneputzen schon mal die Nachrichten zu verfolgen. Künftig könnte es noch weitere Funktionen zum Beispiel zur Gesundheitskontrolle geben.“

Worauf muss man achten, damit das Bad auch in fortgeschrittenem Alter den entsprechenden Bedürfnissen entspricht?


„Auch barrierefreier Komfort lässt sich vorplanen, zum Beispiel mit bodenebenen Duschen oder unsichtbaren Montagevorrüstungen hinter der Wand für Griffe oder Duschsitze. Große Bewegungsflächen sollte man ebenfalls einplanen.“
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