Explosionen in Bankfilialen
"Knacker-Szene" immer aktiver

Düsseldorf. Hinter der Serie nächtlicher Explosionen in Bankfilialen steht laut Polizei eine Szene von 250 Gangstern allein in den Niederlanden. "Die wohnen vor allem in den Vororten von Utrecht und Amsterdam und haben überwiegend nordafrikanischen Migrationshintergrund", sagte Dietmar Kneib, Leiter der Ermittlungskommission "Heat" beim Landeskriminalamt NRW am Montag. Die Täter leiten Gas in die Geldautomaten und sprengen sie dann in die Luft, um an das Bargeld zu kommen. 2016 haben die Ermittler bereits 24 solcher Taten registriert (2015: 67). Die Intensivtäter hätten früher ähnliche Tatserien in Belgien und Holland begangen, sagte Kneib. Wegen der in den Beneluxländern mittlerweile besser gesicherten Geldautomaten seien sie nach Deutschland ausgewichen. "Hinzu kommen inzwischen auch örtliche Nachahmungstäter", sagte der Chefermittler.

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