Fall Gustl Mollath
Geldstrafe gegen Anwalt wegen gefälschtem Fax

Wiesbaden/Bayreuth. Ein Wiesbadener Anwalt ist wegen eines gefälschten Gerichtsbeschlusses zur Freilassung des Justizopfers Gustl Mollath aus der Psychiatrie zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Wiesbadener Amtsgericht sprach den Juristen der versuchten Gefangenenbefreiung schuldig. Der 55-Jährige muss eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 120 Euro zahlen.

Die Aussage des Anwalts, ein befreundeter Mandant habe das gefälschte Fax an eine Klinik in Bayreuth verschickt, sei unwahrscheinlich, konstruiert und nicht glaubhaft, sagte der Vorsitzende Richter. Mollath saß rund sieben Jahre gegen seinen Willen in der Psychiatrie, es kam zu einem aufsehenerregenden Wiederaufnahmeverfahren. Im August 2014 sprach das Landgericht Regensburg den 59-Jährigen schließlich frei.
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