FC Augsburg
In Mainz unter Druck

Chef Paul Verhaegh läuft gegen Mainz nicht auf. Der FC Augsburg muss auf seinen Kapitän wegen einer Muskelverletzung mehrere Wochen verzichten. Bild: dpa
Augsburg. Auf zusätzliche Motivationshilfe und Maßnahmen zur Stärkung des Teamgeists ist der FC Augsburg nicht angewiesen. Nach fünf sieglosen Partien in Serie wissen Trainer und Mannschaft auch so um den enormen Druck. "Jeder, der auf die Tabelle schaut, weiß, worum es geht. Dafür brauchen wir keinen extra Mannschaftsabend", sagte Offensivspieler Alexander Esswein vor der Partie beim FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr). Der schwäbische Fußball-Bundesligist nimmt die Situation im Tabellenkeller an - und verlässt sich auf bereits gezeigte Qualitäten unter Druck. "Wir gehen sehr positiv und optimistisch in die letzte Phase. Wir wissen, dass wir in diesen Situationen bisher immer da waren", sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Immer wieder hatte dieser betont, dass der Klassenverbleib nach der Sensationssaison mehr wert sei als das Erreichen der Europa-League selbst.

Für Mainz fordert der 41-Jährige wieder mehr Kompaktheit und Konzentration im Defensivverhalten von seinem Team. "Die Basis wird sein, die Null zu halten - dann haben wir mindestens einen Punkt", erklärte Weinzierl. Das wäre für die Augsburger wohl gar kein so schlechtes Resultat, die heimstarken Mainzer spielen schließlich noch um einen Platz im internationalen Geschäft.

Stürmer Esswein sieht darin eine große Chance: "Wir sind gerne in der Außenseiterrolle, deshalb kommt das Spiel jetzt genau richtig." Zuletzt hatte der Status als Underdog gegen Leverkusen (3:3) und Dortmund (1:3) nicht so viel Glück gebracht.

Die angepeilte Stabilität müssen die Augsburger zunächst aber ohne ihren Kapitän Paul Verhaegh realisieren. Der 32 Jahre alte Außenverteidiger fällt wegen einer Muskelverletzung mehrere Wochen aus. Bislang war Elfmeterschütze Verhaegh nicht nur als Führungsfigur, sondern auch als zweitbester Torschütze seines Teams aufgefallen. "Es trifft uns schwer, aber wir werden nicht jammern, weil wir eine gute Mannschaft haben", sagte Weinzierl.
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