Fußball
Toni Kroos warnt vor Überheblichkeit

Madrid. Wenn Real Madrid beim VfL Wolfsburg antritt, hat Trainer Zinédine Zidane seinen Meisterbrief in der Tasche. Die Prüfung hatte der frühere Weltklassefußballer vier Tage zuvor beim 2:1-Sieg der Königlichen im Clásico beim spanischen Meister und Champions-League-Sieger FC Barcelona mit Bravour bestanden.

Die Stimmen, die bis dahin Zweifel an den Qualitäten des Franzosen als Trainer zum Ausdruck gebracht hatten, sind verstummt. Der frühere Clubpräsident Ramón Calderón hatte erst kürzlich unter Anspielung auf Zidanes vorige Tätigkeit bei Reals B-Mannschaft gelästert: "Der Trainer kommt aus der 3. Liga." Der unverhoffte Erfolg der Madrilenen beim Erzrivalen Barça stärkte jedoch nicht nur Zidane den Rücken, sondern auch die Moral des gesamten Teams.

Weltmeister Toni Kroos warnte davor, dass Selbstvertrauen und Zuversicht in Überheblichkeit umschlagen können. "Wenn wir im Real-Team denken, dass wir nach dem Sieg in Barcelona locker in Wolfsburg gewinnen, wird es sehr, sehr ungemütlich für uns", sagte der Mittelfeldspieler. Von einem "Freilos" könne keine Rede sein. Um Real auf Erfolgskurs zu bringen, hatte Zidane sich keine bahnbrechende Neuerung einfallen lassen, sondern einfach auf ein altes Rezept zurückgegriffen. Der Trainer holte den Ersatzmann Carlos Casemiro in die Startelf und positionierte ihn vor die Abwehr. Der Brasilianer entlastete die Innenverteidiger und erlaubte es den Mittelfeldspielern Kroos und Luka Modric, sich mehr ins Angriffsspiel einzuschalten.
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