Handball-Bundesliga
Handball-Krimi droht Wiederholung

Melsungen. Eine Regel, die in der Handball-Bundesliga gilt, im DHB-Pokal aber nicht: Diese groteske Situation führt nun möglicherweise dazu, dass der Viertelfinal-Krimi zwischen den Rhein-Neckar Löwen und MT Melsungen (22:21) wiederholt werden muss. Die Melsunger bestätigten am Donnerstag, dass sie definitiv Einspruch gegen die Wertung der in letzter Sekunde verlorenen Partie einlegen werden. Die Entscheidung über ein mögliches Wiederholungsspiel liegt dann beim DHB-Sportgericht.

Was genau war passiert? Beim Stand von 21:21 scheiterten die Melsunger am Mittwochabend mit einem Angriff kurz vor Schluss. Ihr Spieler Timm Schneider nahm daraufhin den Ball, lief damit zwei Schritte Richtung eigene Spielhälfte und verhinderte so einen schnellen Gegenstoß der Rhein-Neckar Löwen.

Die beiden Schiedsrichter ahndeten diese Unsportlichkeit mit einer Roten Karte für Schneider und einem Siebenmeter in der letzten Sekunde für die Gastgeber, den Uwe Gensheimer verwandelte. Dieses harte Strafmaß ist seit dieser Saison für die letzten 30 Sekunden von Bundesliga- und Zweitliga-Spielen vorgesehen - aber nicht für den Spielbetrieb von unterklassigen Clubs. Da solche Vereine aber auch am DHB-Pokal teilnehmen, ist die neue Regel in diesem Wettbewerb nicht gültig. "
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