Jungbär stirbt bei Zugunfall

Chur. Ein Zug hat in der Schweiz einen Bären frontal erfasst und getötet. Der Unfall geschah in der Nacht zum Samstag bei Zernez im Engadin, wie das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden am Samstag meldete. Der Bär sei ein 110 Kilogramm schweres, männliches Jungtier gewesen. Die Lokomotive wurde beim Zusammenprall nicht beschädigt.

Der Kadaver des Bären werde der Universität Bern für weitere Untersuchungen übergeben. Genetische Analysen sollen zeigen, um welches Tier es sich handelte. Zuvor waren Spuren eines Braunbären im Schnee bei Zernez gesehen worden.

Der Bär sei schnell unterwegs gewesen und habe den neuen Lebensraum erkundet, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi. Von der Wildhut sei das Tier noch am Freitag, also kurz vor dessen Tod, gesichtet worden.

Es ist nicht der erste Bär, der im Kanton Graubünden in einen Bahnunfall verwickelt ist. 2012 wurde der Bär mit dem Codenamen M13 von einem Zug angefahren. Er überlebte den Zusammenstoß. 2013 wurde er jedoch erschossen, weil er sich nach Behördenangaben zu einem "Risikobären" entwickelt hatte.
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