Justiz ermittelt
Steuerskandal erschüttert Italiens Fußball

Neapel. Massiver Steuerskandal in Italien. Die Justiz ermittele nicht nur gegen zahlreiche Clubs aus der Serie A und B, sondern auch gegen hochrangige Funktionäre, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Neapel. Zu den 64 Verdächtigen, die Steuern hinterzogen und Bilanzen gefälscht haben sollen, gehören angeblich mehrere Präsidenten und Geschäftsführer renommierter Teams.

Dabei soll es sich auch um den Geschäftsführer des AC Mailand, Adriano Galliano, den Vorsitzenden des SSC Neapel, Aurelio De Laurentiis, und Lazio-Präsident Claudio Lotito handeln. Zudem werde gegen Nationalspieler Gabriel Paletta, Milan-Profi Antonio Nocerino, Bergamo-Stürmer German Denis und den ehemaligen Serie-A-Stürmer Hernan Crespo ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Neapel hat den Angaben zufolge 35 Clubs im Visier. Am Dienstag seien zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt worden, etwa in den Räumen des AC Mailand. Insgesamt seien Grundstücke, Gelder und andere Besitztümer im Wert von zwölf Millionen Euro beschlagnahmt worden. Bei den Vorwürfen geht es unter anderem um Betrügereien bei Spielertransfers. Agenten und Spieler sollen ein System ausgearbeitet haben, um Steuerzahlungen für Transfers zu umgehen.
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