Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Auschwitz-Angeklagter stirbt vor Prozess

Hanau. Wenige Tage vor dem Prozessbeginn am Landgericht Hanau ist ein ehemaliger Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz gestorben. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Nach ersten Erkenntnissen starb der 93 Jahre alte Mann eines natürlichen Todes. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden oder Selbsttötung, sagte der Oberstaatsanwalt. Das ehemalige Mitglied des SS-Totenkopfsturmbannes sei in seiner Wohnung in Langenselbold gefunden worden.

Die Hauptverhandlung gegen ihn sollte am Mittwoch beginnen. Dem Angeklagten war Beihilfe zum Mord zur Last gelegt worden. Es geht um mindestens 1075 Fälle im Zeitraum vom 1. November 1942 bis zum 25. Juni 1943. Als Mitglied des SS-Totenkopfsturmbannes des Konzentrationslagers Auschwitz soll er dort Wachdienst verrichtet haben. Im Tatzeitraum soll er an der organisatorischen Abwicklung von drei Transporten mitgewirkt haben.
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