Kräuter
Beifuß

Der Beifuß wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Er wirkt antibakteriell, antimykotisch, appetitanregend, verdauungsfördernd, galletreibend, krampflösend, beruhigend, durchblutungsfördernd, stärkend, menstruationsfördernd und fördert Wehen.

Man verwendet ihn bei Verdauungsbeschwerden, Durchblutungsstörungen, Rheuma, nervlicher Anspannung, in der Frauenheilkunde und bei Schlafstörungen. Manche Korbblütler-Allergiker können auf Beifuß reagieren.

Gesammelt werden von Juni bis September die Blüten und Blätter und im Herbst die Wurzel. Verwendung finden in der Regel die Rispen, die wesentlich milder als die Blätter sind.

Hauptsächlich kennen wir das Gewürz von der Zubereitung der Weihnachtsgans. Seine vielfältigen Inhaltsstoffe können vor allem fette und schwere Speisen bekömmlicher machen.

Tee:

Dazu übergießt man 1 TL Beifuß-Blätter und Blüten mit 1/4 l kochendem Wasser, lässt das Ganze etwa 2-3 Minuten ziehen, abseihen und den fertigen Tee ungesüßt trinken.

Beifuß-Öl

Man sammelt das blühende Kraut und füllt es locker in ein Twist-off-Glas, das Ganze wird mit Pflanzenöl übergossen und mindestens 6 Wochen an einem warmen Ort gestellt. Anschließend wird alles abgeseiht und das Öl in dunkle Flaschen abgefüllt, kühl und trocken lagern. Das Haut-Öl hilft bei Entzündungen, Rheuma, müden Beinen und eignet sich hervorragend für Fußmassagen.

Beifuß-Tinktur

Die gereinigten Pflanzenteile – man kann auch die Wurzel mit verwenden werden zerkleinert und locker in ein sterilisiertes Glas gefüllt, anschließend füllt man mit mind. 40%igen Alkohol auf und lässt das Ganze 4 Wochen an einem warmen Ort stehen; ab und zu schütteln. Nach 4 Wochen wird die Tinktur gefiltert und in dunkle Flaschen abgefüllt. Bei Bedarf 3 mal täglich 10 Tropfen.

Homöopathisches Mittel:
Artemísia vulgáris L dil. D 2-3

Räucherung:

Der Beifuß wird auch oft als Räuchermittel verwendet. Hier wirkt er reinigend, beruhigend und hilft so bei schwachen Nerven.

TCM (warm):

Hat Bezug zu allen 12 Meridianen, wird deshalb als Moxakraut verwendet.
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