Kräuter
Brennessel

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Die ganze Pflanze ist heilkräftig. Sie wirkt blutreinigend und blutbildend, unterstützt unsere Nieren, Harnwege und Blutgefäße. Sie regt den Stoffwechsel an und hilft bei Anämie, Rheuma und dient der Entschlackung des Körpers. Man verwendet die jungen Blätter als Spinat, Salat und Gemüse, die Wurzeln als Tinktur, gegen Haarausfall. Die ganze Pflanze als Tee. Die Samen helfen bei Erschöpfungszuständen. Ein Heilkräuter Tee sollte nicht länger als 4 Wochen getrunken werden. Gärtner verwenden den Pflanzensud (Kaltwasserauszug) als Gießwasser zur Stärkung der Pflanzen und zur Abwehr von Schädlingen.

Rezepte:


Pflanzensud: Brennnessel Jauche

Ein Kaltwasserauszug (gut 2 handvoll Brennnessel in 10 l Wasser einweichen, mindestens 24 Stunden ansetzen, abseihen), entweder pur oder verdünnt als Gießwasser verwenden.

Vorsicht der Sud entwickelt einen unangenehmen Geruch. Die Pflanzenreste sind kompostierbar.

Die Brennnessel in der Küche:

Junge Blätter können roh oder gekocht verwendet werden. Als Salat gemischt mit Wildkräutern wie zum Beispiel Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere, Rauke und Gänseblümchen; Pürierte Blätter als Suppe, Spinat und als Beigabe für Semmelknödel, selbst gemachte Nudeln, Aufläufe und überbackene Kräuterkrusten.

Mit anderen Wildkräutern vermischt kann man auch ein Wildkräuter Pesto selbst herstellen. Für das Pesto verwendet man 100 g pürierte Wildkräuter, 3-5 Knoblauchzehen nach Geschmack, etwas Salz und Pfeffer, einen Spritzer Zitronensaft und ca. 4 Eßl. Olivenöl. Alles gut miteinander verrühren bis das Pesto streichfähig ist. Zur Geschmacksabrundung kann man auch gehackte und geröstete Pinienkerne oder Walnüsse, geriebene Parmesan oder Pecorina mit untermischen. Das fertige Pesto in ein Schraubverschluss Glas füllen und mit Öl bedecken.

Brennnessel-Tinktur:

Die jungen Blätter im Frühjahr oder die Wurzel im Herbst ernten und reinigen.
Die gereinigten Pflanzenteile werden in Stücke geschnitten und locker in eine sterilisierte Flasche gefüllt, anschließend füllt man mit mind. 40% igen Alkohol auf und lässt das Ganze 4 Wochen an einem warmen Ort stehen, ab und zu schütteln. Nach 4 Wochen wird die Tinktur gefiltert und in dunkle Flaschen abgefüllt. Man verwendet sie bei Haarausfall zum einmassieren in die Kopfhaut.

Brennnessel-Tee:

Die jungen Blätter werden im Frühjahr geerntet und an einem schattigen Ort getrocknet. Für den Tee nimmt man einige trockene Blätter und übergießt sie mit heißem Wasser, lässt ihn 10 Min. ziehen, anschließend abseihen.

Die Wurzel erntet man im Herbst, reinigt sie grob und trocknet sie im Schatten. Die Wurzelstückchen werden im kaltem Wasser ansetzen, dann bis zum Sieden erhitzt, anschließend 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.