Kräuter
Gänseblümchen

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In der Volksheilkunde wird das Gänseblümchen bei vielerlei Beschwerden eingesetzt. Es wirkt blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampfstillend und schmerzstillend. Man verwendet es bei Husten, Erkältungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Darmentzündung, Gicht, Rheumatismus, Stoffwechsel anregend, Wassersucht, Ödeme, Nierensteine, Blasensteine, Menstruationsbeschwerden, Hautkrankheiten, Hautausschläge, Unreine Haut, Wunden.

Gänseblümchen kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Frischpflanze anwenden. Die häufigste Art, Gänseblümchen anzuwenden ist als Tee oder als homöopathische Mittel Bellis perennis Globuli D6 – D12

In geringen Mengen harmlos. Sowohl Blüten als auch Kraut in größeren Mengen giftig.

Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung bei Leber und Gallenleiden und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchen Tee auch Ödeme schwinden lassen. Die Engländer trinken heute noch den Daisy-Tea gegen Arterienverkalkung.

Äußerlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee, Frischsaft oder Tinktur Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen. Bei Insektenstichen hilft es übrigens, eine Blüte zu pflücken und den beim Zerdrücken austretenden Pflanzensaft auf dem Stich zu verreiben. Auch bei Prellungen, Quetschungen oder Muskelkater soll eine Einreibung mit Frischsaft oder Tinktur gut wirken.

Rezepte


Tee:

Für einen Gänseblümchen-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Gänseblümchen mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Tinktur:

Um eine Gänseblümchen-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Gänseblümchen in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis dreimal täglich 10-50 Tropfen ein.

Schon vor 4000 Jahren wurde das Gänseblümchen von unseren Vorfahren als Heilmittel und Nahrungspflanze verwendet. Noch im Mittelalter zählte es zu den Universalheilmitteln. Seine breit gefächerte Wirkung kann uns auch heute noch bei manchem Zipperlein nützlich sein. Als fast ganzjährig verfügbares Wildgemüse ist das Gänseblümchen außerdem ein wertvoller und wohlschmeckender Vitamin-Lieferant.

Blätter, Blütenknospen und Blüten des Korbblütlers können ganzjährig gesammelt werden. Gerade im Frühjahr passen die jungen zarten Blätter gut in Säfte, Salate und Gemüsemischungen, als Zutat zu Kartoffelsalat, Kräuterbutter, Suppen und Soßen. Auch klein geschnitten auf Butterbrot oder als Zutat für Quark und Frischkäse ist das ähnlich wie Feldsalat schmeckende Wildkraut geeignet.

Gänseblümchen enthalten siebenmal mehr Vitamin C als Kopfsalat. Außerdem sind sie reich an Vitamin A, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Als Keimsaat zur Sprossenzucht sind sie in der dunklen Jahreszeit eine tolle Vitaminquelle.

Die Blüten sollten Sie kurz vor der vollen Blüte sammeln. Frisch genutzt oder bei maximal 35 Grad getrocknet sind sie am wirksamsten. Beim Trocknen sollten die Kelchblätter grün bleiben. Gemischt mit Huflattich, Thymian und Spitzwegerich ergeben sie einen guten Tee gegen Husten und Bronchialkatarrh.