Kräuter
Hirtentäschel

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Die Pflanze wirkt blutstillend, blutreinigend, adstringierend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend und Wehen fördernd.

In der Volksheilkunde wird die Pflanze bei Gebärmutterblutungen, Menstruationsstörungen, Fieber, Lungenschwäche, Ohrenschmerzen, Verstopfung, Magenschmerzen, Magenblutungen (leichte, behandlungs-unterstützend), Nierenprobleme, Kreislaufschwäche, niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck, Arteriosklereose, Stoffwechsel anregend, Rheuma, Gicht, Krampfadern, Hämorrhoiden, Nasenbluten, Wunden und Ekzemen eingesetzt.

Die blutstillende Wirkung wird durch ein zusammenziehen und abdichten der Gefäße erreicht.

Bei inneren Blutungen sollte man natürlich in erster Linie den Arzt aufsuchen und darf Hirtentäschel Tee höchstens therapiebegleitend anwenden.

Hirtentäschelkraut nicht in der Schwangerschaft anwenden! Erst wenn die Geburt ansteht, darf Hirtentäschelkraut verwendet werden, weil Hirtentäschel Wehen fördern kann.

Sammelzeit: April-Oktober das ganze Kraut.

Rezepte


Tee:

1-2 Teelöffel Hirtentäschelkraut mit ca. 150 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt 10 Min. ziehen lassen. Vor der Anwendung durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z.B. mit Honig süßen. 3mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Hirtentäschel Tee trinken oder für Umschläge verwenden.

Tinktur:

Die gereinigte Pflanze wird in kleine Stücke geschnitten und locker in eine sterilisierte Flasche gefüllt, anschließend füllt man mit mind. 40% igen Alkohol auf und lässt das Ganze 4 Wochen an einem warmen Ort stehen, ab und zu schütteln. Nach 4 Wochen wird die Tinktur gefiltert und in dunkle Flaschen abgefüllt.

Äußerlich: Zur Stillung von Blutungen Tinktur 1:1 mit Wasser verdünnen und als Auflage benutzen

Innerlich: 3x täglich 25 Tropfen einnehmen.

Homöopathisch:
Capsella bursa-pastoris als Dilution, Urtinktur und Globuli erhältlich.

Fertigpräparate als Kapseln oder Dragees.