Kräuter
Hopfen

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Die Naturmedizin nutzt den Hopfen als Tinktur, als Tee oder Tablette. Auch in der Homöopathie (Humulus lupulus) nutzt man die gesunden Inhaltsstoffe der Pflanze zur Behandlung leichter Erkrankungen, die sich unter anderem in Schlafstörungen, Nervosität, nervösen Magenbeschwerden, Herzbeschwerden, Darmkrämpfe, Blasenentzündung und Wechseljahrbeschwerden äußern.

Vom Hopfen werden ausschließlich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet. Sie wirken beruhigend, antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Die Bitterstoffe der Hopfenzapfen stimulieren die Verdauung, kräftigen Magen, Leber, Darm und Galle. Außerdem wirken sie harntreibend, schmerzlindernd und krampflösend.

Hopfen enthält jedoch noch weitere chemische Verbindungen, die mit dem weiblichen Hormon Östrogen verwandt sind. Mit seiner hormonregulierenden Wirkung wird Hopfen auch bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Die im Frühjahr hervorkeimenden Sprosse werden von Wildgemüseliebhabern gerne wie Spargel zubereitet. Die zarten Triebspitzen können auch später noch für Salat oder Gemüse verwendet werden.

Äußerlich können Hopfenaufgüsse oder ein Brei aus Hopfenzapfen bei Prellungen, arthritischen und rheumatischen Schmerzen sowie bei schmerzhaften Furunkeln, Geschwüren, Ekzemen, Akne und Entzündungen der Haut helfen.

Sammelzeit:

Gesammelt werden die Blüten der weiblichen Pflanze. Hopfendolden können Sie im September in feuchten Auen ernten. Trocknen Sie die Dolden an einem schattigen, gut belüfteten Ort und bewahren Sie sie in gut schließenden Dosen auf. Frische Hopfenzapfen können Hautreizungen hervorrufen. Man sollte die Haut daher beim Pflücken schützen.

Tee:

Übergießen Sie ein bis zwei TL Hopfendolden mit einer Tasse kochendem Wasser, lassen Sie den Tee fünf Minuten abgedeckt ziehen und seihen Sie ihn ab.

Hopfentinktur:

100g frische Hopfenzapfen in ein Glas geben und mit 70%igem Alkohol übergießen. Alle Pflanzenteile müssen bedeckt sein. Etwa 3 Wochen lange stehen lassen, abseihen und in eine dunkle Tropfflasche abfüllen. Vor dem Schlafengehen 20 Tropfen in einem Glas lauwarmen Wasser trinken. Man kann auch die Zapfen mit frischen, gereinigten Baldrianwurzeln mischen.

Hopfenkissen:

Aus einem Stück Baumwollstoff ein Kissen nähen und mit 500g getrockneten Hopfenzapfen füllen.