Kräuter
Scharbockskraut

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Die Pflanze enthält sehr viel Vitamin C, wirkt blutreinigend, bei Hautunreinheiten, Warzen und Hämorrhoiden.

Sammelzeit:
Gesammelt werden im März und April die Blätter und Blütenknospen, vor der Vollblüte. Das ganze Jahr die giftigen Wurzeln, der scharfe Saft der Wurzel kann Warzen wegätzen. Sammeln Sie die jungen Blätter und verwenden Sie diese sofort frisch für Wildkräutersalat, -butter, -quark, -soßen, -suppen, -smoothies, Pesto oder Tee.

Wenn die Pflanze voll erblüht ist, bildet sich Protoanemonin, man sollte dann das Scharbockskraut nicht mehr frisch anwenden, denn dieser Stoff ist giftig und kann Magen-, Darm-, und Nierenreizungen auslösen.

Tritt bei einem Geschmackstest ein „stechend-bitterer“ Geschmack auf, sollten die gesammelten Pflanzenteile vor Verzehr getrocknet werden, um sie zu entgiften.

Zur ganzjährigen Verwendung können Sie die Blätter an einem gut belüfteten und schattigen Ort trocknen. Es dürfen sich keine braunen Stellen bilden. Nach dem Trocknen der Pflanze gehen die giftigen Stoffe verloren.

Anwendung:
Zur Blutreinigung oder bei Hautproblemen bereitet man einen Tee aus 2 – 3 Teelöffel getrocknetem Scharbockskraut oder einer Handvoll frischer Blätter. Die Pflanze übergießt man mit 1/4 Liter kaltem Wasser, erwärmt das Ganze bis zum Sieden und seiht dann ab. Diesen Tee trinkt man über den Tag verteilt.

Den erkalteten Tee verwendet man auch äußerlich für Waschungen.

Bei Hämorrhoiden wird aus dem gleichen Tee, in größerer Menge gekocht, ein Sitzbad zubereitet und 15 Minuten angewendet.

Mit dem Saft der Wurzeln kann man Warzen wegätzen.

Die Heilpflanze im Garten stellt keine Ansprüche, die Vermehrung erfolgt per Brutknospen.

Man kann die Blütenknospen auch wie Kapern einlegen.

Blutreinigung im Frühjahr: Eine Mischung von grünen Frühlingskräutern wie Brennnessel, Scharfgarbe, Giersch, Löwenzahn, Labkraut, Spitzwegerich, Vogelmiere, Gundelrebe und Scharbockskraut, bringt neuen Schwung und Vitalität in Ihren Körper und reinigt das Blut.

Gefährlich sind Verwechslungen mit anderen Hahnenfuß-Gewächsen, da diese wesentlich größere Mengen an Giftstoffen beinhalten.