Kräuter
Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze gegen Erkrankungen der Atemwege, Bronchitis, Husten, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Zahnfleischentzündung, Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Leberschwäche, Rheuma, Gicht, Nierenentzündung, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Menstruationsstörungen, Unterleibskrankheiten, Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Verstauchungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, schwer heilende Wunden, Ekzeme und Furunkel, Thymian wirkt anregend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend und tonisierend.

Die Blätter werden von April bis Oktober gesammelt.

Thymian kann in Form von Tee eingenommen werden. Als pflanzliches Arzneimittel kann Thymian in Form von Säften, Zäpfchen, Tropfen, Pastillen und Dragees eingenommen werden.

Der Trockenextrakt ist ferner in Lutschtabletten und Pastillen enthalten.

Thymianöl kann innerlich oder äußerlich angewendet werden und ist Bestandteil von Tropfen, Säften, Salben, Bädern und Einreibungen.

Die mittlere Tagesdosis beträgt, falls nicht anders verordnet, etwa 6-8 g der Droge im Aufguss (Tee) bzw. 3-6 g des Fluidextraktes.

Für Umschläge empfiehlt sich ein etwa 5%iger Aufguss.

Für die Zubereitung eines Tees werden 1,5-2 g Thymian (1 Teelöffel entspricht etwa 1,4 g) mit siedendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und anschließend durch ein Teesieb gegeben.

Thymian sollte bei bekannter Allergie gegenüber Lippenblütlern, Birkenpollen oder Sellerie nicht eingenommen werden.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vor der Behandlung mit Thymian ein Arzt konsultiert werden.

Thymol und Carvacrol können schwere Leberschäden oder Funktionsstörungen der Schilddrüse gegebenenfalls verschlechtern. Deshalb sollte in diesen Fällen vor der Behandlung mit Thymian ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Ätherisches Öl:


Duftlampe: Wenn ein Kind Keuchhusten hat, können Sie über Nacht eine Duftlampe mit 2 Tropfen weißem Thymianöl brennen lassen.

Inhalationen: Auch Kopfdampfbäder sind eine bewährte Behandlung bei Atemwegsinfektionen jedweder Art.Zutaten: 2-3 Tropfen Thymian auf 2 l siedendes Wasser.

Einreibung: Bei Husten und Keuchhusten sollten Sie die Brust damit einreiben. Diese Mischung können Sie auch als Massageöl gegen Muskelverspannungen verwenden. Zutaten: 5 Tropfen Thymian auf 20 ml Sonnenblumenöl.