Kräuter
Zimt

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen und Heilmitteln der Welt. Er wird hauptsächlich zur Aromatisierung von Heißgetränken, Spirituosen und als Gewürz verwendet.

Als Heilmittel senkt er den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, außerdem wirkt er antimikrobielle, antibakteriell, adstringierend, auswurffördernd, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, durchblutungsfördernd, schweißtreibend, tonisierend und wärmend.

Seine Verwendungsmöglichkeit ist sehr vielfältig, z. B. bei Magenbeschwerden, Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Erkältung, Heiserkeit, Husten, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung, Diabetes, Muskelschmerzen, Zahnschmerzen und Menstruationskrämpfen.

Im Ayurveda hat Zimt einen hohen Stellenwert, so wird er sowohl in der Ernährung als auch bei bestimmten Störungen (z.B. Wechseljahresbeschwerden) empfohlen. Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin wird er als Heilmittel, z.B. bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche, verwendet

Äußerlich angewandt reizt Zimt die Haut, insbesondere das ätherische Zimtöl. Die Durchblutung wird an der Stelle der Anwendung gefördert. Verspannungen und Schmerzen können bei vorsichtiger Dosierung gelindert werden.

Es gibt zwei Arten von Zimtbäumen: der Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum), der auch Caneel genannt wird und aus Sri Lanka stammt, und der Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia), der ursprünglich in China, heute auch in Vietnam, Indonesien und auf Sumatra angebaut wird. Ceylon-Zimt ist duftiger und süßer, Cassia-Zimt hat eher einen kräftigen, schärferen Charakter.

Im Zimt stecken Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Cumarine. Bei Arzneimitteln wurde nachgewiesen, dass Cumarin die Leber schädigen kann.

Da der im Lebensmittelhandel überwiegend angebotene (Cassia-)Zimt laut Bundesinstitut für Risikobewertung erhöhte Mengen an leberschädigendem Cumarin enthalten kann, sollten Sie beim Verzehr vorsichtig sein. Dies gilt insbesondere auch für Kleinkinder. Wer viel zu dem Gewürz greift, ist mit Ceylon-Zimt aus der Apotheke auf der sicheren Seite. Cumarin findet sich übrigens auch als Duftstoff in manchen Kosmetika.