Krieg raubt Kindern Heimat, Nahrung und medizinische Versorgung

Köln/Berlin. (dpa) Jedes neunte Kind auf der Erde wächst dem Unicef-Report 2016 zufolge in einer Kriegsregion auf. Kriege zerstören aber auch die Lebensgrundlage von Familien, rauben ihnen Besitz und Einkommensmöglichkeiten. Kinder erhalten nicht mehr ausreichend zu essen und zu trinken. Wenn sie krank werden, gibt es keine Medikamente. Bei der Vorstellung des Jahresberichts am Dienstag in Berlin sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU): "250 Millionen Kinder weltweit erleben täglich Krieg." Gerade auch Europa sei aufgerufen, mehr für diese Opfer von Gewalt zu tun. Insgesamt 16 Millionen Geburten gab es allein im vergangenen Jahr in Krisengebieten. Mit nur 20 Cent für Nahrung lasse sich das Überleben eines Kindes sicherstellen, betonte Müller. Besonders erschreckend sei, dass sich Gewalt zunehmend gezielt gegen Kinder richte, heißt es im Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef). Pro Tag würden im Durchschnitt vier Schulen oder Krankenhäuser attackiert. In vielen Konflikten seien Entführung, Vergewaltigung, Folter und Ermordung von Kindern verbreitete Methoden, um Erwachsene zu demoralisieren, berichtet das UN-Hilfswerk. Archivbild: dpa

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