Lösung für Armenien und Aserbaidschan
In schwieriger Mission

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die verfeindeten Staaten Armenien und Aserbaidschan zu einer friedlichen Lösung im Streit um Berg-Karabach aufgefordert. Bei einem Treffen mit dem armenischen Präsidenten Sersch Sargsjan am Mittwoch in Berlin bezeichnete sie dies als nötig, "damit nicht weiter Blut vergossen wird". Deutschland will seinen Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa für die Vermittlung nutzen. Im Juni will Merkel auch den Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Alijew, empfangen.

Die beiden Nachbarländer streiten seit Jahrzehnten um das Gebiet Berg-Karabach, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Seit dem Wochenende wurden bei Kämpfen zahlreiche Menschen getötet, dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Merkel sagte: "Solange gekämpft wird, wird man mit Sicherheit nicht vorankommen. Aber ich bin mir bewusst: Was 23 Jahre dauert, ist nicht durch einen Besuch zu lösen." Sargsjan sprach von einem "bewaffneten Überfall" Aserbaidschans, der auch die europäische Sicherheit bedrohe.
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